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Noch vor fünf Jahren hatte China noch überhaupt keine High-Speed-Bahnverbindungen. Jetzt sind die Tickets der ultra-schnellen Züge regelmäßig ausverkauft, und dass obwohl sie alle fünf Minuten fahren. Bahnkunden in China fahren bequem durch ihr Land und das mit der doppelten Geschwindigkeit des schnellsten amerikanischen Zugs, und immer noch 150kmh schneller mit dem ICE. Das chinesische System der Hochgeschwindigkeitszüge ist äußerst erfolgreich, und transportiert doppelt so viele Passagiere wie die chinesische Flugzeug-Branche.
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Das ist jedenfalls das Bild, das Bericht in der The New York Times über die neue Ära der Bahnreise in China zeichnet. Und nach allem, was ich so erkennen kann, so handelt es sich tatsächlich um eine ziemlich famose transporttechnisch Leistung
„Mit einer Wachstumsrate von 28 Prozent per annum in den letzten Jahren”, schreibt die Times: „wird Chinas Hochgeschwindigkeitsnetz mit über 54 Millionen Menschen pro Monat bis Anfang nächsten Jahres mehr Passagiere als es die US-amerikanischen Inlandsflüge transportieren.” Das ist bemerkenswert. China hat eines der modernsten, schadstoffarmsten Bahn-Systeme der Welt hervorgebracht und das innhalb von 5 Jahren! Aber es hatte einen schweren Start. Geschichten von superschnellen 300 Stundenmeilen, völlig leeren, Zügen auf einsamen Reisen nach Shanghai waren absolute Lieblinge der Presse.
Und es gab auch tragischen Folgen dieser halsbrecherischen, für Geschwindigkeit gebauten Züge, wie die Hochgeschwindigkeits-Kollision in Wenzhou, die 40 Menschen das Leben gekostet hat. Aber trotzdem, es ist ja nicht so, dass die amerikanischen stark regulierten, superlangsamen Züge unfallfrei wären.
Bevor wir alle wieder mit den ‚China wirft schon wieder einen Schatten über die amerikanische Überlegenheit’ Schlagzeilen kommen, sollten wir wohl beachten, dass diese beeindruckende Leistung auch ihren Preis gekostet hat. Natürlich bringe es gewisse Vorteile mit sich eine massive, zentralgesteuerte Wirtschaft zu kommandieren, in Kombination mit einer eher demokratiefreien Politik. Ein Vorteil wäre da zum Beispiel, dass die Parteiführung ihre High-Speed-Bahn-Linien bauen konnte, wo und wann sie wollen. Wenn ihnen dabei Familien in die Quere kommen, dann werden diese aus dem Weg geschafft und das Land bebaut.
Es werden bereits Vergleiche gezogen zu dem modernen Einzelkämpfer der Bahnprojekt in den USA: der kalifornischen Hochgeschwindigkeitslinie von San Francisco nach Los Angeles. Aber die meisten Leute verkennen dabei einfach Kern des Problems. Kaliforniens Schienenplan ist ins Stocken geraten, weil es eine enorme Anzahl von Landrechtsfragen gibt und weil lokale Anliegen und kommunale Politik jener Städte, durch die die Kreuzfahrt geplant ist, dem Bahn-Projekt Steine in den Weg legen. Es braucht unglaublich viel Zeit und Geld, alle Betroffenen zu kontaktieren, aber was tut man nicht alles, wenn man versucht eine Demokratie zu sein. Dies sind übrigens auch die maßgeblichen Gründe, warum die Hyperloop Transit Idee von Elon Musk wohl viel mehr kosten würde, als er so optimistisch prophezeit hat.
Wie dem auch sei, ist ein Schienensystem wie in China abgesehn davon eine erstrebenswerte Sache. Wenn steigende Ölpreise das Kerosin unerschwinglich teuer machen und Staus den Verkehrsinfarkt unserer Autobahnen besiegeln, werden wir uns bald alle wünschen, wir hätten eine saubere, komfortable und schnelle Alternative zu unserem alternden Verkehrsnetz. Hochgeschwindigkeitszüge sind ein Vorreiter für die Technologie des Fernverkehrs der Zukunft, wie dieses System zeigt. China zählt darauf.
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