Es ist mal wieder Freitag und ihr wisst was das bedeutet: Gier ist gut.
Spectrals – Big Baby
Was soll man über diesen Jungen noch groß Worte verlieren – der Engländer Louis Jones alias Spectrals hat die 50er erst verstanden und dann inhaliert. Und dann Musik gemacht, die in jedem Takt mehr Gefühl und Stil versprüht als, sagen wir, Arnie während seiner ganzen Karriere. Bevor wir uns in weiteren lahmen und unangebrachten Vergleichen verzetteln, hier nur noch kurz: Jones’ Debüt „Bad Penny“ erscheint am 25. Oktober bei Slumberland.
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High Places – Year Off
Jenes Duo namens High Places wird von Album zu Album offenbar auch immer poppiger, aber wir würden nie wagen, das als falsch zu bezeichnen. „Year Off“ rumpelt munter und sonnig vor sich hin und lässt uns fast vergessen, dass es draußen schon wieder zu regnen angefangen hat. Fast. Aber reden wir nicht mehr übers Wetter, macht ja eh keinen Sinn. „Original Colors“ kommt am 11. Oktober bei Thrill Jockey heraus.
CFCF – Cometrue (Physical Therapy Remix)
In seinen Anfangstagen, so grob vor zwei bis drei Jahren, wurde der kanadische Producer CFCF vor allem als begnadeter Remixer gefeiert. Inzwischen bringt er hauptsächlich eigenes Zeug heraus, und andere lechzen um die Möglichkeit, seine Werke auseinander zu nehmen und neu zu interpretieren. In heutigen Zeiten ist das vermutlich der ultimative Beweis dafür, es geschafft zu haben. Das (soweit wir wissen) noch namenlose Wunderkind Physical Therapy ist heute da, wo CFCF damals war, und zurzeit wahrscheinlich einer der talentiertesten Remixer. Nach Arbeiten unter anderem für Sleep ∞ Over und Laurel Halo durfte er hier über „Cometrue“ herfallen, die jüngste Single des Kanadiers, die als 12“ soeben auf dem New Yorker Label UNO Records erschienen ist.
Born Gold – That Way
Apropos namenlose Producer: Born Gold geistert mit seinem ziemlich extravaganten, absolut tanzbaren Elektro seit wenigen Wochen durch die Blogs und macht dabei ein großes Geheimnis aus seiner Identität. Damit ist er weder der erste noch der zurzeit einzige, aber der ziemlich grandiose Ohrwurm „That Way“ deutet an, dass es sich in diesem Fall lohnen könnte, das Spielchen mitzuspielen.
Bite Marks – Swarm
Ach ja richtig, und noch einer. Auch Bite Marks lässt nicht durchblicken, wer sich hinter dem Projekt verbirgt (gähn), aber in diesem Fall könnte es auch einfach daran liegen, dass er noch nicht dazu gekommen ist, bislang existiert nämlich auch nur ein einziger einsamer Track. „Swarm“ hat es dafür aber in sich mit diesen leicht derangierten Streichern, dem synkopierten Beat und dem leicht verzweifelten Gesang, der sich in den weiten des akustischen Raumes verliert. Dem Blog Get Off The Coast fiel dazu „tropischer Karneval“ ein, und ja doch, das trifft es. Bite Marks – Swarm by felixnicklas
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