Wir haben 3 DVDs zugeschickt bekommen. Hier sind unsere Reviews zu KATEGORIE C, KING OF B-MOVIES und H.P. LOVECRAFTS SAAT DES BÖSEN
H.P. LOVECRAFTS SAAT DES BÖSEN
Videos by VICE
Ivan Zuccon
Italien 2008
Was soll man zu diesem Film sagen? Jeder einigermaßen erfahrene Videothekenkunde erkennt beim ersten Blick auf das Cover, dass H.P. Lovecrafts Saat des Bösen absoluter Bullshit ist. Nicht Saat sondern Dünger sozusagen. Eine Frage bleibt offen: Warum spielen die Schauspieler über die gesamte Länge des Films nicht ein einziges Mal auch nur ansatzweise so gut, wie sie das im Zusatzmaterial der DVD tun? Wenn sie sich dort voller Enthusiasmus darüber auslassen, wie talentiert der Regisseur, wie genial das Skript, wie atemberaubend die CGI Effekte, und überhaupt wie unheimlich gut und gruselig dieser Film ist, dann wirkt das ungelogen so, als würden sie diese haarsträubenden Lügen tatsächlich glauben. Eine beeindruckende Leistung, chapeau!
KATEGORIE C
Franziska Tenner
Deutschland 2008
Diese Doku begleitet einige überzeugte Leipziger Hooligans aus den verfeindeten Fanlagern von Lok Leipzig und BSG Chemie Leipzig. Der Film ist eigentlich ziemlich gut. Es ist lustig, wie schnell einem die Randale in der dritten Halbzeit nur noch vorkommt wie ein langweiliges Spießerhobby. Die Ossis hier dozieren über organisierte Straßenschlachten wie ein Kleingärtner über seinen Kleingarten. Der ganze Hooligan-Lifestyle, der in Spielfilmen wie Football Factory oder Hooligans so fetzig inszeniert wird, verkommt hier zu einem albernen Provinz Fight Club, so unglamourös, öde und trostlos wie eben alles andere in der ostdeutschen Provinz auch (Dabei hat Leipzig 500.000 Einwohner). Das ist aber gleichzeitig, wenn man so will, der große Schwachpunkt des Films. Irgendwie fetzt da halt gar nichts. Vielleicht ist es auch der zu weibliche Blick der Regisseurin Franziska Tenner. Ich bin auf jeden Fall die ganze Zeit dagesessen und habe darauf gewartet, dass sich diese Ossis jetzt endlich mal so richtig krass die Fressen einschlagen. Auf dieser Ebene konnte mir der Film leider nicht viel bieten, und deswegen ließ er mich seltsam unbefriedigt zurück.
KING OF B-MOVIES
Stephen Kessler
USA 2000
Ich bin definitiv kein Gourmet, was lustige Kost anbelangt. Natürlich, ich sehe schon ein, dass Leute wie Lubitsch oder Wilder die Größten sind. Aber Road Trip oder Voll normaaal fand ich eben auch irgendwie geil. Und meine Lieblingskomödie wird wohl auf ewig Dumm und Dümmer bleiben. King of B-Movies fand ich ebenfalls ziemlich lustig. Und ich glaube, das liegt nicht nur an mir, sondern daran, dass der Film wirklich gut ist. Jerry Stiller ist lustig, die Dialoge und die One-Liner sind lustig („I put my nuts on a chopping block and everybody wanted to be the butcher.”) und die vielen Filmparodien, Fake-Trailer und Gastauftritte sind auch lustig. Fünfmal das Wort „lustig” in einer Review, das reicht für mich, um mit gutem Gewissen zu sagen: King of B-Movies ist eine richtig gute Komödie. Aber wenn du im Gegensatz zu mir so ein feinsinniger Pinkel bist, und etwas höhere Ansprüche hast, dann eben für dich noch ein sechstes Mal: Lustig.
MALTE BORGMANN
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