10 bessere Coverversionen

Das Lied von jemand anderem besser zu spielen, als derjenige es selbst getan hat ist meistens ziemlich hart. Meistens klingt es am Schluß so wie schlechtes Karaoke. Ich liebe Nirana aber ihr Cover von „The Money will roll right in” ist mies im Vergleich zu Fang. Covern ist schwer! Aber manchmal setzt der Coverer dem gecoverten noch eins drauf. Und dann kann man sagen: gut gemacht, Leute. Hier ist meine Top 10 der gut gemachten Cover, Leute.

1. The Sharades covern „Dumb Head” von Ginny Arnell

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Wenn Ginny Arnell diesen Song singt hört sich der Text ziemlich übertrieben und gezwungen an. Es hört sich so an als würde sie für ein Schulthaterstück vorsprechen. Wenn The Sharades es spielen wird Dumb Head plötzlich zur frechsten Pyjamapartyhymne der Welt.

2. Quix*o*tic covern „Lord of this World” von Black Sabbath

Hier muss ich etwas offensichtliches vorrausschicken: keine Band kann bei Black Sabbath einen draufsetzen. Fall beendet. Aber von all den Versuchen einen Sabbath Song ihr eigen zu machen, ist Quix*o*tic die einzige Band die in die Nähe kommen kann. Diese Version ist unheimlich, gruselig, langsam. Es schmilzt wie Eis in deinen Ohren. Fieses, Antifolk-Eis.

3. Makeout Videotape covern I Guess the Lord Must Be in New York City” von Harry Nilsson

Makeout Videotape sind zwei pizzagesichtige Teenager aus Kanada die Low-fi Pop machen. Sie haben Nilssons leise Traumhymne zu einem kratzigen Sing-along aufgezogen. Es ist wie ein Vanilleshake gegen eine spritzige Fanta (ich mag Fanta).

4. Them covern „It’s All Over Now Baby Blue” von Bob Dylan

Dieses Cover ist perfekt. Es ist P-E-R-F-E-K-T. Ich muss zugeben, dass Van Morrison einen ziemlichen Stein bei mir im Brett hat will ich schon im Mutterleib Them gehört habe. Ich rebelliere nicht dagegen, ich sehe es als Privileg und ich aktzeptiere es. Ich kann froh sein, meine Eltern hätten ja auch Santana gut finden können oder irgendeine anderer nervige Scheiße. Them sind eine großartige Band. In diesem Fall schnappen sie sich Dylans klassische Kombination von nasalem Gurgeln und straighter Akkustik und haben sie surch dicke, warme Bässe ersetzt und schnellere Drums, während Vans Geheule das ganze anführt. Es ist als hätte Dylan den Plan gemacht aber Van das Haus gebaut. Oh Gott, das war kitschig.

5. Mamas and the Papas covern „Twist and Shout” von Phil Medley und Bert Russell

Sich „Twist and Shout” von The Mamas and the Paps anzuhören ist wie ein Xanax Schläfchen zu machen, während due dich in ein Wasserbett einkuschelst, dass von Kumuluswolken und Mondstrahlen hängt. Das nächte mal wenn du von einer zerstörerischen Nacht nach Hause kommst, hör dir diesen Song an und dreh dich langsam um dich selbst.

6. Grace Jones covert „She’s Lost Control” von Joy Division

Ich liebe Joy Division mindestens genauso wie diese ganzen Typen mit den Joy Division Shirts, aber Grace Jones reißt diesem Song echt den Arsch auf. Ian Curtis macht es auf seine Art – langezogen, traurig und zurückhalten – aber Grace Jones verwandelt diesen Song in einen verrückten Cocktail aus Synthies und reggae-esken Drums, die mit Psychodelia und Wut totgeschlagen werden. Dieses Cover hört niemals auf und ich liebe es.

7. John Frusciante covert Big Take Over” von Bad Brains

Auch hier ist es ziemlich schwierig, einem Bad Brains Song noch einen drauf zu setzen, aber Frusciante macht aus “Big Take over” genau das Gegenteil von dem, was es mal war. Die Gitarre ist wunderschön, seine Stimme erstklassig, weißer Strand und der Song schmilzt in die Lautsprecher und läßt mich wünschen, dass Frusciante mein Freund ist und mich mit seiner einschläfernden Art in den Schlaf zu singen. Ich weiß was ihr denkt, wenn ich so über Frusciante rede, aber wisst ihr was? Ist mir egal!

8. Hole covern „Cresit in the Straight World” von Young Marble Giants

YMG sind eine meiner Lieblingsbands auf dem  berdammten Planeten und gäbe es nicht Hole, hätte ich nie rausgefunden, dass sie existieren. YMG spielen dieses Lied wir jedes ihrer Lieder-süß und monoton-aber Hole verwandeln es in eine donnernde, tragische Geschichte über Anerkennung in der Drogenwelt. Die wütende Gitarre macht sehr viel Sinn.

9. Dinoasaur Jr. covern „Show Met he Way” von Peter Frampton

Einfach deshalb, weil Peter Frampton Kacke ist.

10. The Cake covern „You Can Have Him” von Nancy Wilson

Nicht nur, dass dieses Cover etwa eine Million mal besser ist asl das Original, das Video ist auch noch unglaublich. Einer der drei Bandmitglieder steht einfach ganz ruhig da, während die anderen wie ein Paar betrunkene Go-go Tänzer um ihn herum grooven. Dass dieser Song  ursprünglich für das Musical Miss Liberty am Broadway geschrieben wurde, macht nachdem man die Version von Cake gehört hat überhaupt keinen Sinn mehr. Dieser Song ist eine Kombination von all dem, wie ein Lied einer 60ger Girlband klingen sollte: unverschämt, tief, tanzbar und tragisch.

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