Am 13.02. spielten die Eagles Of Death Metal, die Augenzwinkerer der Rockmusik, die Bewahrer und Retter all dessen, was aus Rock’n’Roll das größte und wichtigste und kurioseste Musikgenre aller Zeiten macht, eine Show im Postbahnhof in Berlin. Unsere überaus charmante Jelena traf sich auf ein Gespräch mit Sänger Jesse. Und das kam dabei heraus:
Jesse Hughes ist Sänger der Eagles of Death Metal und er ist ein Glückspilz. Er verströmt Rock ‘n’ Roll, obwohl er vorher noch nie in einer Rockband war. Die Aufnahmen zu Death by Sexy haben ihn in eine Reha- Klinik gebracht. Ich frage mich schon jetzt, was wohl nach den kommenden Sessions zu Stylus Interruptus mit ihm passieren wird.
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Yelena Yakopin: Kannst Du mir schon was zu Eurem dritten Album erzählen?
Jesse Hughes: Wir werden in’ s Studio gehen, sobald wir von dieser Tour zurück sind. Ich kann es kaum abwarten. Vor allem wieder mit meinem Buddy Josh Homme wieder zusammen zu arbeiten. Es wird fantastisch!
Yelena: Wer warst Du vor zehn Jahren und wer bist Du heute?
Jesse: Vor zehn Jahren war ich (Steve) Urkel und jetzt bin ich Charles Bronson an einem schlechten Tag. Nein, ich mache nur Spaß. Ich bin nur Boots Electric, ein einfacher, lockerer Country Boy, der das Glück gehabt hat, vom Rock and Roll ausgesucht zu werden, um diesen wundervollen Job zu machen. Und das ist auch alles. Ich glaube, die Leute nehmen sich wichtiger als sie wirklich sind. Ich nehme mich selbst nicht so ernst denke über all das kaum nach. Allerdings nehme ich meine Musik und meine Arbeit sehr ernst.
Yelena: Woher weißt Du, dass Du Rock and Roll bist?
Jesse: Du weißt es einfach. Erst einmal weißt Du, wenn Du lügst oder nicht. Wenn Du keine Scheiße machst und Musik wirklich liebst und sie auch Ernst genug nimmst, dann wird vielleicht der Rock and Roll seinen Mantel um dich herum legen und dich in sein Selbstbewusstsein ziehen. Nur du wirst es fühlen. Und das sollte auch genug sein. Wenn du eine Katze bist, dann brauchst du niemanden, der dich streichelt um das zu wissen.
Yelena: Wann hattest Du das letzte Mal Sex?
Jesse: (lange Pause) Na ja, ich müsste jetzt sagen vor fünf Minuten, aber eigentlich vor zwei Wochen.
Yelena: Warum?
Jesse: Ich mag es, mich mit Leuten zu unterhalten und ich treffe gerne Menschen, vor allem mag ich Frauen sehr gerne. Das heißt jetzt nicht, dass ich kein horny evil motherfucker bin. Mein Ziel ist es nicht, irgendein Mädchen dazu zu kriegen mich zu vögeln. Das ist doch ziemlich scheiße. Und das ist auch das schlimme beim Rock and Roll. Ich mag Frauen. Also, man kann auch Spaß mit Frauen haben ohne zu ficken.
Yelena: Was macht jemanden sexy?
Jesse: Deine Einstellung, dein Selbstbewusstsein. Wenn du dich entspannen kannst und vergessen kannst, dass Leute dich angucken und du dir nicht zu viele Gedanken über dich selbst machst, dann bist du sexy. Ehrlichkeit ist sexy. Tom Selleck ist verdammt sexy. Er ist ein verdammter Mann. Du weißt, dass er in seinem wirklichen Leben mit Waffen schießt, weil er ein tougher motherfucker ist. Er ist echt und das ist sexy. Es ist nicht sexy, wenn du weiß sein möchtest, obwohl Du Michael Jackson bist. Oder wenn Du Michael Jackson sein willst obwohl Du Axl Rose bist.
Yelena Yakopin, 13.2.2007
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