Zum ersten Mal seit Jahren wird von der Uno von einer Hungersnot gesprochen. Jeden Tag sterben zig tausend Menschen in Ostafrika an den Folgen von Hunger und Durst. Wenn man von einer beschissenen Situation spricht, ist das wahrscheinlich noch untertrieben, aber wie bei jeder beschissenen Situation gibt es dafür auch einen Schuldigen: Muqtar Abdurahman Abu Zubeyr.
Täglich strömen weitere Hunderttausende Flüchtlinge aus Somalia und landen in Lagern, die nur ein wenig besser sind als die Hölle der sie entkommen wollten. Die Hölle, das ist die Dürre und vor allem die al-Shabaab-Milizen von Muqtar Abdurahman Abu Zubeyr und seinem designierten Nachfolger Ibrahim „al-Afghani”, die schon seit geraumer Zeit Somalia kontrollieren und nichts unversucht lassen, Ostafrika weiter in den Strudel von Chaos zu stürzen, in dem es sich seit Ewigkeiten dreht. Natürlich, eine weitere radikal-islamistische Terrororganisation wie jede andere auch, mag man sich denken, doch al-Shabaab fängt da an wo andere aufhören. Mit ihrer, selbst für radikale Gesinnungen bizarr strikten Auslegung der Scharia sind Fußball, Kinos, nicht-religiöse Musik und das Tanzen an Hochzeiten, “westliche” Frisuren und jegliche Freiheit für Frauen sowieso tabu, doch damit gibt sich al-Shabaab und ihr früherer Emir Muqtar Abdurahman Abu Zubeyr, den man für die derzeitige Situation verantwortlich machen darf, bei weitem noch nicht zufrieden. Auspeitschungen, öffentliche Hinrichtungen und Amputationen sind an der Tagesordnung, gerne auch vor Zuschauern. Gleichzeitig rekrutiert al-Shabaab mehr Kinder und Jugendliche als Kämpfer, als jede andere Kriegspartei, indem sie ihnen 150 Dollar pro Monat zahlen. Das stellt natürlich einen erheblichen Anreiz für jedes Straßenkind Mogadischus dar, das in seinem Leben aufgrund der Situation Somalias, an der al-Shabaab nicht unwesentlich mitschuld trägt, weder Wasser noch Lebensmittel gesehen hat. Natürlich predigen sie den weltweiten Dschihad und dafür müssen auch die Nachbarländer durch Terror ins Verderben gezogen werden.
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Selbst humanitären Organisationen wird von den Irren von al-Shabaab der Krieg erklärt. Zwischen 2008 und 2009 wurden 42 Mitarbeiter von Hilfsorganisationen durch al-Shabaab getötet und anschließend erpresste al-Shabaab das Welternährungsprogramm in schönster Mob-Manier. Entweder sollten sie die Arbeit einstellen oder eine “Sicherheitsgebühr” von 20.000 Dollar entrichten, da sie meinen, dass die Nahrungsmittelhilfe mit der somalischen Landwirtschaft konkurriere (die nicht existent ist und wenn, keinesfalls in der Lage wäre, eine Bevölkerung, die sich innerhalb weniger Jahrzehnte vervierfacht hat zu ernähren) und Hilfe aus dem Rest der Welt natürlich eh “Haram” sei. So musste das Welternährungsprogramm schließlich im Januar letzten Jahres die Hilfe für Hunderttausende Somalis einstellen, die nun in Flüchtlingslagern im Osten Afrikas zugrunde gehen.
Für diesen theologischen Irrsinn, dafür, dass jeden Tag mehr als 10.000 Menschen auf der Flucht sind und an Hunger sterben, dafür, dass man von schierem Massenmord sprechen kann und muss, ist Muqtar Abdurahman Abu Zubeyr und damit auch al-Shabaab unser Arschloch für diese Woche und auf alle Ewigkeit.
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