Clayton Pattersons Musikwoche

Ich hatte die Gelegenheit, mit dem legendären Fotografen New Yorks, Clayton Patterson, über Musik zu reden. In den letzten Jahrzehnten hat er so ziemlich jede denkwürdige Show an der Lower East Side dokumentiert und geht auch heute noch raus und fotografiert wichtigen Kram. Innerhalb der letzten paar Wochen hat er die Grays, Ghostface Killah und Cheap Trick fotografiert. Genießt die Bilder. Unten ist mein Interview mit dem Mann selbst.

VICE: Welche Rolle hat Musik in deiner Zeit als Fotograf an der Lower East Side gespielt?
Clayton Patterson: Bei der Musik ging es ums Zusammenkommen, um Kollektive, soziale Standpunkte und gleichgesinnte Menschen. Um Freundschaft, Bindungen, Abhängen und Leute kennen lernen. Es gab einen ständigen Zustand der emotionalen Zufriedenheit, Verständnis, Unterhaltung und so weiter. Musik, auf die ein oder andere Art, war fast schon Teil von allem. Eine der schönen Seiten der Lower East Side ist die gegenseitige Befruchtung von allen möglichen Arten und Schichten der Kultur.

Hat das wegen der Gentrifiziierung abgenommen?
Gentrifizierung hat das Konzept von Freiheit und die Art, wie wir mit Kultur umgehen, verändert. Anstatt von Ideen, kreieren, sich treffen, brainstormen, experimentieren, schaffen, reisen und so weiter, ist alles an Geld geknüpft. Aber nicht nur Gentrifizierung hat die Musik und Musikkultur verändert, denk mal an das Digitale. Das Ganze ist eine lange Geschichte.
Was war deine Lieblingsshow?
Es gab so viele. Das war eine tolle Zeit, ich kann nicht nur ein Konzert oder eine Band nennen.

Was für Shows fotografierst du heute am liebsten?
Wie immer, die, auf die ich eingeladen bin.

Wie war das mit der Schlange auf dem Konzert von The Grays?
Die Show sollte den Eindruch vermitteln, dass man in einer Kirche im Süden der USA ist, bei fundamentalen Christen. Zwei der Leute hinter dem Film Captured haben das Konzert konzipiert. Bei dem Film war Jenner Furst der Regisseur und Dan Levin hinter der Kamera.

Wie war es so, mit Ghostface Killah und seiner Crew abzuhängen?
Sie waren total cool, entspannt, aufgeschlossen. Das Zimmer hatten einen guten Vibe. Sein Manager war begeistert von dem Konzert. Waren wir alle. Die Show war einfach der Hammer. Doper Jones schnappte sich das Mikro mit einem echt guten Rap, Pink Pony’s Zac war in der VIP Lounge, ein großer Raum mit ein paar Leuten drin, alle freundlich und die Bar war voll. Die beste Umgebung nach einer Hammer-Show.

Was denkst du über die John Varvatos-Ausstellung und die Cheap Trick Performance, die vor kurzem dort stattgefunden haben?
Ich denke, dass John Varvatos ein Genie sein muss, um das alles zu schaffen, was er macht. Nicht nur, dass er am oberen Ende der Modewelt ist. Er hat Rock’n’Roll-Mode edgy gemacht. Es ist unglaublich, dass das Team vom Bowery Store den kompletten Mode-Raum in einen Rock’n’Roll-Club verwandeln können. Die Show von Cheap Trick war absolut fantastisch. Performance-Künstler, die gerade am Höhepunkt ihrer musikalischen Karriere sind.

Photos by Clayton Patterson 

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