Darwin und die Inzucht

Charles Darwin entwickelte die Theorie, dass Inzucht zu gesundheitlichen Problemen der Nachkommen führt- der Inzucht innerhalb seiner eigenen Familie könnte der Beweis dafür sein. Am Ende bleibt eben doch alles in der Familie.Wissenschaftler der Ohio State University untersuchten vier Generationen der Darwin-Wedgewood Dynastie, und stießen auf eine Menge verworrener Zweige im Stammbaum. Darwins Mutter und Großvater waren Wedgewoods. Die Eltern seiner Mutter waren Cousin und Cousine. Darwin heiratete seine Cousine, Emma Wedgwood. Das ist zwar ein wenig seltsam, aber die Liebe ist schließlich unberechenbar, nicht wahr? Neuste wissenschaftliche Erkenntnisse lassen auf eine Verbindung zwischen der Inzucht und der schlechten gesundheitlichen Verfassung der Familie schließen. Von Darwins Kindern starben drei bevor sie zehn Jahre alt waren, und drei weitere waren zeugungsunfähig.

Darwin befürchtete, dass das gehäufte Vorkommen von Inzucht innerhalb seiner Familie seine eigene Gesundheit negativ beeinflusst. Er selbst war das Produkt familiärer Nächstenliebe, und litt ständig unter chronischen gesundheitlichen Problemen. Darwin trug zum großen Durchbruch der botanischen Forschung bei, indem er Studien veröffentlichte, aus denen hervorging, dass Pflanzen, die aus Fremdbestäubung hervorgingen viel beständiger sind als die, die durch Selbstbestäubung entstanden. Tim Berra, Lead Author der Ohio State Studie erklärt: „Darwin war derjenige, der das Konzept der Inzuchtdepression- die Reduktion der Population- entwickelte, und hatte damit genug Informationen um sich einmal über seine eigene Ehe und die Gesundheit der daraus resultierenden Kindern Gedanken zu machen.“

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Die Forscher entwickelten einen „Inzucht Koeffizient“, dieser gibt an wie hoch der Anteil der Gene ist, die von beiden Elternteilen zu gleichen Teilen weitervererbt wurden. Der Koeffizient von Darwins Kindern lag bei 0,063, das heißt 6,3 Prozent der Gene waren identisch zu denen beider Elternteile. Je Höher der Inzucht Koeffizient ist, umso niedriger die Chancen, dass das Kind gute Gene erbt, und umso höher die Sterblichkeitsrate. Eines von Darwins Kindern starb an Scharlach, ein anderes an Tuberkulose, und eines aus unbekannten Gründen im Alter von 21 Jahren. Verwandtenheirat und Inzucht waren im viktorianischen England nicht unüblich, insbesondere nicht in den höheren gesellschaftlichen Kreisen.

Beziehungen zwischen Blutsverwandten, wie beispielsweise Ehen von Cousin und Cousine, werden unvorteilhafter weise noch immer von nicht weniger als einem Fünftel der Weltbevölkerung vollzogen. Experten behaupten: „ Die Sterbewahrscheinlichkeit von Neugeborenen und Kindern, sowie die Wahrscheinlichkeit von geistigen Behinderungen und Geburtsfehlern ist bei aus inzestuösen Ehen hervorgehenden Kindern fast doppelt so hoch.“ Aber hey, wenn Inzucht zu Theorien wie der der Evolution führen, ist es vielleicht gar nicht so schlecht in den seichten Gewässern des Genpools zu schwimmen.

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