Das Refugee-Camp auf dem Oranienplatz wird abgerissen

Seit heute morgen läuft die Räumung des von Flüchtlingen besetzten Oranienplatzes in Berlin. Nach langen Verhandlungen hat sich offenbar ein Großteil der Flüchtlinge mit darauf geeinigt, ihre Zelte und Hütten auf dem seit anderthalb Jahren besetzten Platz selbst abzubauen.

Trotzdem kam es zu teilweise heftigen Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Flüchtlingen, von denen einige nicht mit der Räumung einverstanden sind. Teilweise mussten die Flüchtlinge sich sogar mit linken Aktivisten streiten, die gegen die Räumung protestierten.

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Bis um ca. zwei Uhr waren keine uniformierte Polizei auf dem Platz zu sehen gewesen, nachdem aber immer mehr linke Unterstützer dem Protestaufruf gefolgt waren, rückten um ungefähr halb drei dann doch Einsatzkräfte an, um den Platz abzusperren.

Kurz zuvor hatte die Berliner Integrationssenatorin sich noch sehr zufrieden mit dem Verlauf der Aktion gezeigt. „Heute hat sich gezeigt, die Vereinbarung trägt, die Politik des Senats der ausgestreckten Hand kann funktionieren“, erklärte sie auf einer Pressekonferenz und lobte die Flüchtlinge dafür, dass sie ihre Zelte selber abbauen.

„Das einzige Risiko, was wir jetzt noch auf dem Oranienplatz haben, ist das, welches von den Aktivisten und von der autonomen Szene kommt“, betonte die Senatorin. „Aber ich sage Ihnen eins: das hat wirklich mit den Flüchtlingen nichts mehr zu tun. Die haben den Oranienplatz gerade friedlich abgebaut—mit eigenen Händen. Das ist eine großartige Leistung.“ „Deswegen noch mal mein Appell an die Aktivistinnen und Aktivisten: dass sie wirklich den Oranienplatz loslassen und den Flüchtlingen übergeben.“

„Egal, was jetzt in den nächsten ein, zwei Stunden passiert: es ist eine großartige Leistung, dass die Flüchtlinge den Oranienplatz so weit abgebaut haben.“ Mittlerweile hat die Polizei den Platz fast komplett geräumt. VICE wird weiter über die Situation berichten.

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