Der große Noisey-ESC-Live-Ticker 2015

Update, 1:42 Uhr: So, vorbei ist er, unser großer Ticker. Lustig war’s. Dafür sprechen zumindest die SMS, die wir währenddessen bekommen haben. Zur besseren Nachlese haben wir die Postings jetzt mal chronologisch geordnet. Viel Spaß.

19:30 Uhr

Jonas: Einen schönen guten Abend an alle da draußen. Nach dem unfassbaren Erfolg und den zahlreichen Journalistenpreisen, die uns für unser Ticker Meisterwerk bei den Amadeus-Awards verliehen wurden, haben wir uns entschlossen, trotz Konkurrenz kleinerer Regionalmedien wie Der Standard auch beim ESC anzutreten. Euch erwarten einige Stunden voller semi-lustiger Witze, „Fun“ Facts und geballter Meinung. Das Bier ist kaltgestellt, die Pizza bestellt. Wir freuen uns, wenn ihr gelegentlich bei uns vorbeischaut.

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19:35 Uhr

Jonas: „Wir“, das sind übrigens zunächst mal ich und meine wunderbare Kollegin Isabella. Isabella, sag mal den Massen Hallo.

Isabella: Hallo, Massen!

Jonas: Darüber hinaus haben wir uns fachkundige Unterstützung geholt. Flo hat nicht nur Komposition studiert, sondern schaut auch seit Jahren freiwillig den Songcontest. Seine Statements werden also tatsächlich begründet und inhaltlich nachvollziehbar sein—vielleicht eine Premiere in der Geschichte von Noisey. Außerdem hat er uns leichtsinnigerweise seine Wohnung zur Verfügung gestellt, in der ein Flügel und ein halbes Cembalo steht.

Flo: Auch von mir ein onkeliges „Servus“ an euch da draußen und willkommen zum großen Pfingsthochamt aus der Wiener Stadthalle. Das „freiwillig” ist natürlich ein Euphemismus, aber bei einem Zugsunglück schaut ja auch keiner weg. DJ Bobo jedenfalls gefällt das!

Jonas: Im ORF geht es übrigens auch schon los. Kandidaten geben nichtssagende Statements aus.

Flo: “Ick mochte dass Sie mir Magen” sagt der Schwede. Damit schon mal 12 Punkte für Schottland. Slainte!

19:40 Uhr

Jonas: Publikums-Interviews im Fernsehen. Habt ihr eh schon die Getränke für unser ESC-Saufspiel kalt gestellt?

19:44 Uhr

Flo: Andi „das war nicht ich sondern“ Knoll fragt Zuschauer nach dem Sinn des Song Contest. Jemand murmelt das ESC Motto ins Mikrofon, Isabella hier etwas ratlos: „Was? Billige Bitches?!?“ Für eine Song Contest Novizin erstaunlich routiniert, chapeau!

19:45 Uhr

Isabella: Der Wettergott meint es gut mit dem Eurovision Song Contest. Hier in Wien hat es immer noch strahlende Abendsonne bei angenehmen 24 Grad.

Jonas: Das freut natürlich auch den ausrichtenden ORF, laut Generalsekretär Wrabetz der erfolgreichste Sender Europas. Wir gratulieren unterwürfigst.

19:50 Uhr:

Isabella: Die von Ex-Pegida-Sprecher Georg Nagel angemeldete Demo „gegen Dekadenz und Werteverfall“ wurde übrigens wegen dem Starkregen abgesagt. Das ist irgendwie ziemlich dekadent.

Jonas: Die Tatsache, dass die Demo abgesagt wurde, macht mich sofort 67% schwuler. Hat mal jemand einen Penis für mich?

Isabella: Scherz beiseite—mit Life Ball, Song Contest und den zahlreichen homosexuellen Touristen war das wahrscheinlich die schwulste Woche in der Geschichte Wiens. Das finden wir natürlich großartig.

19:55 Uhr

Jonas: Isabella, wer ist Österreichs beste Nachwuchs-Literatin?

Isabella: Peter Handke?

Jonas: Fast. Die richtige Antwort ist natürlich Stefanie Sargnagel. Steffi kommentiert bei den Kollegen vom VICE. Da sollte man natürlich auch mal reinschauen.

19:59 Uhr

Isabella: Warum wir ein bisschen Liebe verdient haben? Auch wir müssen Werbung schauen. Flo, was können wir vom heutigen Abend erwarten?

Flo: Der Songcontest war ja schon immer ein bisschen der Josef Matula unter den Fernsehshows: halb Prügel-Hool, halb Bausparer. Die Zeitgeistigkeit dieser Veranstaltung lässt sich ein wenig daran ablesen, dass jedes Jahr aufs neue Kirmestechno von der Bühne dröhnt, der selbst hartgesottenen Autodrombetreibern die Schamesröte ins Gesicht treiben würde.

Isabella: Ich hoffe, unser Publikum kann dir intellektuell folgen.

20:05 Uhr

So viele Firmen, so viele Marketing-Abteilungen, so viele dumme Ideen.

20:15 Uhr

Jonas: It’s Orakel-Time! Die Buchmacher haben einen klaren Favoriten: Schweden. Auch wir in der Redaktion schließen uns dem an, weil wir ja keine eigene Meinung haben. Wir haben uns darüber hinaus aber natürlich auch verschiedenste Orakel-Versionen ausgedacht.

Isabella: Variante 1: Wir haben blind einen Stift auf die Runnning Order fallen lassen. Das Ergebnis ist Norwegen. Oder Schweden. Eher Norwegen, glaub ich. Tendenziell wohl ein Außenseiter-Tipp.

Jonas: Orakel, Variante 2: Wir sind zu unserem Kameramann gegangen und meinten „Schnell, sag ein Land in Europa!“ „Äh… Ungarn?“ OK, Ungarn it is.

Isabella: Der Kater war sich lange unschlüssig, hat sich aber dann aber für Russland entschieden.

Jonas: Ich würde mir ja Lettland wünschen, aber das wird’s nicht spielen. Flo, was ist dein Tipp?

Flo: Mein Tipp: Australien. Musikhistorisch ist da ja seit Sir Eugene Goosens nicht mehr viel los gewesen; es wird also wieder mal Zeit. Plus: bei einem Gewinn Australiens dürfen die sich aussuchen, in welchem europäischen Land der nächste ESC stattfinden soll. Damit grüße ich unsere Freunde aus Andorra!

20:25 Uhr

Jonas: So schaut’s dann also aus. Wir werden sehen, wer Recht behält.

20:27 Uhr

Jonas: Interessant, wie sehr der ORF die unbezahlte Arbeit seiner eigenen „Volunteers“ verherrlicht. Wir bezahlen unsere Praktikanten wenigstens schlecht.

Flo: Volunteer Jakob im Field Interview. Gewinnt Tirol jetzt den Song Contest?

20:33 Uhr

Isabella: Hier mal tatsächlich ein bisschen richtige Information. Diese Grafik, die wir von Reddit geklaut haben, zeigt welches Land in der ESC-Historie bislang am meisten Punkte aus welchem Land bekommen hat.

Jonas: Manches davon ist natürlich leicht erklärt. So hat Deutschland bekanntlich eine relativ große polnisch- beziehungsweise türkischstämmige Bevölkerung. Aber warum beliefert Portugal so zuverlässig die sogenannten „Südeuropäer“ mit „Douze Points“, bekommt aber keine Liebe zurück? Und warum mögen die Briten Österreich und die Schweiz so sehr? Was ist da los?

20:36 Uhr

Flo: Jakob, Delegation Host aus Kufstein (ja, der von vorher) in einem eigenen Einspieler. Meine Meinung: früher mussten öffentlich-rechtlich gepushte Zukunftssuperstars zumindest noch singen können. Aber während ich diese Zeilen schreibe oktoberfestet Jakob ins Mikro “Bier hamma uns aufg´mocht!”. Guter Junge, schon jetzt mein Geheimfavorit.

Jonas: Ich weiß jetzt ur viel über die FH Kufstein!

20:45 Uhr

Jonas: Wir tun eh was wir können. Grüße nach Wanne-Eickel.

20:53 Uhr

Flo: „Es ist so wie im Sport bei einem Rennen, da darfst du kein einziges Mal an deine Technik denken müssen“ turnvatert Vocal-Coach Monika Ballwein im ORF.at-Interview. Und irgendwo in Monaco fängt Gerhard Berger an in seinen Chardonnay zu weinen.

Isabella: So schreibt man also Chardonnay.

20:58 Uhr

Flo: Wenige Minuten noch. Go Finnland. Schon jetzt mein Geheimfavorit.

Jonas: Bevor es jetzt richtig losgeht: Worauf freut ihr euch denn wirklich?

Flo: Ich weiß ja nie, was ich vom ESC wirklich erwarten soll, aber dieser Karaokewettbewerb überrascht mich jedes Jahr aufs neue. Letztes Jahr beispielsweise war ich überrascht, wie viel Schnaps ich trinken kann, ohne zu sterben. Dieses Jahr waren meine Erwartungen gelinde gesagt überschaubar, aber bevor noch ein einziger Ton gesungen ist, serviert mir der ORF Jakob aus Kufstein. Ich glaube das letzte Mal hatte ich so gute Laune, als ich ein Wurstradl in der Sofaritze gefunden habe.

Isabella: Die unrealistische Antwort: Auf einen Beitrag, bei dem mir nicht schlecht wird. Die realistische: Auf ein Promille. Und du?

Jonas: Auf das Bier danach.

21:00 Uhr

Jonas: Jetzt geht’s los, das „Gränd Finäl“.

21:06 Uhr

Isabella: Was haben wir vom Intro gelernt: Österreich kann im Kreis tanzen, Ski fahren, um den Brunnen springen und im Kreis pinkeln. We are Austria.

Jonas: Mah, Was ein schönes Land. Chonchita, die Sängerknaben, Left Boy und noch viel mehr.

Flo: Weinberge, ein DJ, Blasmusik-Idylle, dazu orchestraler Bumstechno. Ein Feeling wie am Zeltfest in Hausleiten. Grand Opening.

21:10 Uhr

Jonas: Wow. OK, da haben sie jetzt aber schon sehr tief in die Kiste gegriffen. Wie haben sie es geschafft, dass Chonchita fliegt?

Flo: Andi Knoll jetzt mit Schnellkochtopf – Metaphern: „Es baut sich auf.“ Und Conchita fährt aus der ORF-Quotenhölle direkt auf die Bühne, kann jedoch nicht schnell genug flüchten um es noch vor der Arabella–Weichselbraun–Kennichnicht–Gesangswelle in den relativ sicheren Backstagebereich zu schaffen. Sängerknaben jetzt. Dann OrchestermusikerInnen. Die Frage muss erlaubt sein: Weiß eure Mama eigentlich, was ihr so beruflich macht?

Jonas: Ich fand’s komisch, aber irgendwie OK. Isabella?

Isabella: Ich frag mich vor allem, was Lorde beim ESC macht.

21:17 Uhr

Jonas: Ich nehm alles zurück: Da werden wirklich Brücken gebaut. What if we all open our hearts?

Flo: Was sehen wir da gerade?

21:21 Uhr

Isabella: In China ist halt leider alles fake.

Flo: Mirjam Weichselbraun sagt „Guten Abend Wien“. Ich sage: „Hallo Hannover“. Kann man zu sich selbst „Touché“ sagen?

Jonas: Klar. Ich mag die Moderatorinnen aber, seitdem ich dieses Gif gesehen habe.

21:23 Uhr

Jonas: Slowenien. Die Luftgeigen sind bewegend. Wird sie von Beats by Dre gesponsort? Oder von der Kopfhörermarke von Sido, deren Namen ich immer vergesse?

Isabella: STROBO-WENIEN!

Jonas: Es wird ein Abend der Windmaschinen.

Flo: Sloweniens Pianist sieht aus wie Marek Hamsik vom SSC Neapel. Keine Pointe.

21:27 Uhr

Jonas: Ansprechender Ruin Porn. Hoffen wir, dass das nichts über ihre Punktzahl aussagt.

Isabella: Einstürzende Maisonbauten.

Jonas: Der Song ist eh nett. Flo?

Flo: Das Lied wie die Kulisse ein potemkinsches Dorf. Obwohl: dafür müsste ja eigentlich sowas wie eine Fassade da sein. Dann Einsatz acht Hörner. Anruf von Richard Wagner, brüllt ins Telefon, grunzt, legt dann auf. Bezeichnend.

21:30 Uhr

Flo: Israel – das Land im Herzen Europas. Mit dem Superlied “Hallelujah” fuhren Gali Atari & Milk and Honey weiland 1979 mit dem ganz großen Dreimaster in den Hafen der ESC – Gewinner ein. Was man gerne vergisst: das war bereits der zweite Gewinn in Serie. Einfach unfassbar. Absoluter Topfavorit. Auf den 23. Platz, immerhin dotiert mit einer Grottenbahnfahrt im Prater.

Jonas: Love Love Love Love.

Flo: Israels „Golden Boy“ will offensichtlich der Türkei den Rang ablaufen. Gelingt so mittel. Hat beängstigend begonnen, aber vorerst bleibt das Word-Dokument „Witze über schlechte Intonation“ zu. Vorerst.

Jonas: Dance Dance Dance Dance.

21:36 Uhr

Isabella: Die sehen sich so an als ob sie sich a) gleich umbringen oder b) gleich ein bisschen rummachen.

Jonas: Vielleicht beides. Ich war echt überrascht, als die Sängerin plötzlich aufgetaucht ist. Wahnsinns-Effekte.

Isabella: Hat ihm niemand gesagt, dass man keinen Undercut mehr trägt?

Flo: Beide Esten mit Schwierigkeiten, die richtigen Töne zu treffen. Kleine Unterstellung: Haben wahrscheinlich sogar an Weihnachten Schwierigkeiten, ihre Verwandten zu treffen.

Jonas: Flo, du hast dich zu schnell unser Level an Fiesheiten angepasst. Du warst doch für das Niveau zuständig.

21:39 Uhr

Jonas: Großbritannien. Jetzt schon der schlimmste Song ever.

Isabella: Das ist die Ja! Natürlich-Werbung in Liedform.

Flo: England meldet sich direkt aus Klaus Waldecks Papierkorb. Der, mit dem ganz giftigen Zeug drin. Swingy-swingy, klingt ein wenig wie ein chinesisches Ripoff der Muppet Show. Wann schreitet He-Man endlich ein?

Jonas: Immerhin war Scatman John dabei, glaube ich.

21:43 Uhr

Jonas: Eh OK, Armenien. Geht aber auch um einen Völkermord. Ernstes Thema.

Flo: Na gut, Niveau wollt ihr? Niveau sollt ihr kriegen. Allerdings nicht von Armenien. 12/8–Country–Pop–Ballade in sowas wie A-Moll. Einfacher und viel lustiger wäre jedoch: sehr, sehr schlechtes Lied. Armenien, jetzt schon mein absoluter Topfavorit. Sorry, Jakob.

21:47 Uhr

Jonas: Die Litauer machen am Ende rum. Das hab ich mir gemerkt.

Isabella: Also ich sag es mal so: Ich habe gerade aufgehört an die Liebe zu glauben.

Jonas: Auch du wirst noch deinen Litauer finden.

Isabella: Warum muss ich schon das zweite Mal heute an Mumford and Sons denken?

Jonas: Weil die auch immer auf der Bühne miteinander rumgemacht haben?

Isabella: Wenn sein Penis so dünn ist wie ihre Haare, dann haben sich wirklich zwei gefunden.

Jonas: Können wir das schreiben?

21:52 Uhr

Isabella: Bis jetzt ist sie mir sympathisch. Wie sie da so neben den Gänsen steht. Schon idyllisch.

Jonas: Guter Song! Gossip, ick hör dir trapsen. Flo?

Flo: Bojana aus Serbien mit einem four-chord Song geschrieben von einem Komponisten namens Vladimir. Sieht aus wie die Königin der Nacht in einer Harry Kupfer Inszenierung der Zauberflöte. Bojana schreit mich jetzt an. Schon recht, Dieter Bohlen will seine Beats zurück.

Jonas: Kannst du eigentlich irgendwas gut finden?

21:54 Uhr

Flo: Nein, Jonas. Das ist ja das Problem. Ein Musiktheoriestudium ist eine recht lustfeindliche Angelegenheit. Ein bisschen, wie das norwegische Lied. Das macht mich alles so traurig. Wie war das vorher mit der Eisenbahnbrücke in Litauen? Europa wächst zusammen.

Isabella: Ich mag ihn ein bisschen hauen.

Jonas: Wie dürr ist die Frau?

22:00 Uhr

Jonas: Autocorso in 1080 Wien. Die hupen, verpassen aber Schweden.

Flo: Kleiner Kalauer zwischendurch: Warum grinsen Schweden bei Gewitter? Weil sie glauben, dass sie fotografiert werden. Warum ich das schreibe? Keine Ahnung, vielleicht, weil dieser Schwede so schön ist, dass ich ihn unter eine Glasglocke stellen und die restliche Woche anglotzen möchte. #nohomo (darf man das nach 2014 noch schreiben?). Ach so, das Lied. Dramatisch. Zunächst. Dann Scheunenfest Schruns. Diese Schweden können einfach alles.

Jonas: Gut, aber ein „Euphoria“ ist es nicht.

22:04 Uhr

Isabella: Sorry, irgendwie fällt hier niemandem etwas zu Zypern ein.

Flo: Zypern. Giannis „Giannis“ Karagiannis. Endlich ein Junge. Zwar ohne Gitarre aber ich bin bereit, hier Abstriche zu machen. Apropos „Abstrich“: Streichereinsatz. Hier wird ein schön großes Fass Romantik aufgemacht, das reinste Kaminfeuer. Sensationeller Beitrag. Zypern, schon immer mein Topfavorit. Sorry, Jakob und Finnland und Australien.

Jonas: Isabella, wenn der Flo ruhig ist, brodelt es ja eh nur in ihm. Geduld.

Isabella: Flo erzählt gerade irgendwas von Gebärmutter. Ich weiß nicht was der Typ bei Jungs auslöst, was er bei mir nicht ausgelöst hat.

22:09 Uhr

Jonas: Bruno Mars muss sterben.

Isabella: Gay Sebastian ist aber süß. #nohetero OK, der ist geklaut. Ich weiß aber nicht mehr woher.

Flo: Der australische Beitrag. Guy Sebastian hat, so Knoll, irgendwas namens “Australian Idle” gewonnen. Idle? Kenn ich nur aus der Pilotensprache, wenn die den Schub auf 0% zurücksetzen. Und ich werde nicht enttäuscht: der Sinkflug setzt sich fort. Aber langsam geht die Luft nach unten aus. Andererseits: irgendwie mag ich das Lied. Was macht dieser Song Contest mit mir? Ich muss dringend eine Stunde Speedmetal hören, zum runterkommen.

22:12 Uhr

Isabella: Der Belgier hat zuviel James Blake und Britney Spears gleichzeitg gehört.

Jonas: Mach ich auch immer. Ich mag den Song.

Flo: Richard Schmetterer jetzt im Fernsehen. Richie!!! Ich weiß, das gehört sich nicht. Aber mir doch egal. Soll ich lieber etwas über das belgische Lied schreiben? Den Produzenten war das Ganze wahrscheinlich selbst nicht ganz geheuer, haben also den Applaus gleich ins Arrangement eingebettet. Kluger Move.

Isabella: Er greift sich so Sia-mäßig ins Gesicht.

22:15 Uhr

Jonas: Endlich Österreich. Aus Transparenzgründen weisen wir darauf hin, dass wir nicht ganz unabhängig sind. Unser Posterboy Tori steht den Jungs mit dem Schnurrbart ziemlich nahe und war heute morgen sogar noch mit ihnen im Stadthallenbad.

Flo: +++BREAKING NEWS+++Coldplay tritt für Österreich an+++BREAKING NEWS+++

Jonas: Jetzt reicht’s.

Isabella: Ich glaub ich kenn das Lied aus dem Radio. Das Piano brennt, falls es noch niemandem aufgefallen ist.

Jonas: Das war eigentlich ziemlich gut.

Flo: Geile Stimme, dieser Chris Martin. Weiß nicht, was alle immer haben. Oh, und ja, jetzt brennt hier der Baum bzw. das Klavier. Jemand im Raum sagt irgendwas von „Makemakes“… Ist das überhaupt ein Wort? Ich setz meine Dr. Dre-Asikopfhörer auf, ignoriere die Propaganda vom Sofa.

22:22 Uhr

Isabella: Der Auschnitt ist so gut.

Jonas: So tief wie das griechische Budgetefizit.

Flo: Die sieht überhaupt nicht aus wie Conchita Wurst. Komisch eigentlich, denn sie singt den Siegertitel von letztem Jahr. Österreichisch-griechische Solidarität. Jean Claude Juncker gefällt das.

Jonas: Ja, wir hätten echt noch 70 Witze über die griechische Wirtschaft machen können. Vielleicht schreiben wir ein Buch.

22:27 Uhr

Flo: Montenegro kenn ich ja eigentlich nur aus Casino Royale. Schönes Casino dort. Schönes Lied, gefällt mir. Das ist natürlich Quatsch, derbe Balkanfolklore. Klingt, wie der Soundtrack zu Gladiator. Ein Wort zur Performance muss noch erlaubt sein: YOGA PARTY! Wellnessoase Stadthalle.

Jonas: Urologen-Witze? Das ist doch unsere Spezialität.

22:30 Uhr

Jonas: Auch ich bin gespannt, wie aerodynamisch Ann Sophies Hintern ist.

Isabella: Bei dem Songtitel muss ich an Lost denken. Shoutout an jeden, der froh ist, dass sie nicht Titelsong gesungen hat.

Flo: Ann Sophie kommt direkt vom Amy-Winehouse-Ähnlichkeitswettbewerb aus der SCS. Aber jetzt mal ehrlich: ein längeres Gesicht sieht man höchstens auf einem Familienfest von Mr. Ed. Die Show ist aber herrlich trippig, wir schunkeln uns hier auch schon alle in die komplette Transzendenz.

22:35 Uhr

Jonas: Flo, Leute posten schon drunter, du sollst nicht alles in den Dreck ziehen. Das wäre langweilig.

Isabella: Ich bin sehr glücklich über die musikalische Abwechslung heute Abend. Mein Horizont fühlt sich so erweitert wie die Mumu nach dem ersten Frauenarztbesuch.

Jonas: OK, du kriegst kein Bier mehr.

Flo: Oha, erster Unmut in der Comment-Section. Aber was soll ich machen, ich bin ein Musiksnob. Ein bisschen entgegenkommen kann ich euch natürlich trotzdem. Der polnische Beitrag ist das beste Lied, dass ich jemals gehört habe. Noch vor „I´m the Scatman“. Ehrlich. Nicht. Ist natürlich auch nicht gut. Aber was erwartet ihr denn? Fragt ja auch niemand, was in der Wurst drin ist.

22:38 Uhr

Jonas: Endlich die lettische FKA Twigs. Das ist ein verdammt großartiger Song. Ich will nichts anderes hören. Leider ist die Bühnenshow halt nichts, verglichen mit FKA. Aber dafür ist sie auch nicht mit Robert Pattinson zusammen.

(weitere Kommentare trudeln ein, werden aber ignoriert)

22:44 Uhr

Isabella: Die Krawatte ist lässig. Ich würd so gern verstehen was er singt. Aber der Vibe klingt nach Backstreet Boys 1996. Das mag ich.

Flo: Rumänien mit einem Lied, dass hundert (Schätzung) Komponisten geschrieben haben. Wundert mich, gibt ja nur zwölf Töne. Immerhin mal ein „echtes“ Song Contest-Lied. Powerballade, gemaht ein wenig an James Horners Titanic-Filmmusik oder irgendwas von der Kelly Family. Sehr irisch, jedenfalls. Schon jetzt mein ganz großer Geheimfavorit. Darauf ein Humpen frischer JAMESON, weil ich es mir wert bin.

22:47 Uhr

Jonas: Flo, die Menschen hassen dich. Eventuell müssen wir am Ende des Tickers deine Adresse veröffentlich, um sie zu besänftigen.

Isabella: Ich kenn das Lied und weiß nicht woher. Ich bekomm gerade Angst vor meinem Unterbewusstsein, meinen Träumen oder einem Tab das sich aufgetan hat während ich keine Musik runtergeladen habe.

Jonas: Man kann übrigens auch gerne immer wieder mal bei der Sargnagel vorbeischauen.

Flo: He, das ist nicht fair. Es liegt nicht an mir, es liegt an den Teilnehmern, ich schwöre. Ich versuch ja echt, irgendwas super zu finden aber diese vokalen Steilvorlagen nicht an die Wand zu nageln wäre schlichter Leichtsinn. Und vielleicht könnt ihr, liebe Tickerfreunde, euch ja ein wenig damit trösten, dass ich noch weniger CD´s verkauft habe als Michael Tschugnall. Also gut, für euch: Spanien ist toll. Jetzt habt ihrs, meine Glaubwürdigkeit ist dahin.

22:55 Uhr

Jonas: Georgien. And now her watch begins.

Flo: Knolli völlig entfesselt, offensichtlich bei seinem eigenen Trinkspiel ganz vorne dabei. Wird aber immer lustiger. Bringt dem Mann ein Bier. Währenddessen: Georgien auf der Bühne. Ich darf leider nur mehr lobende Beiträge schreiben sonst kommt mein geliebtes Redaktionsferkel in die Wurst, sagt man mir lapidar. Nina Sublatti derweil der Passierschein A38 des diesjährigen Song Contest. Verstörend.

22:52 Uhr

Flo: Jetzt was mit Feuerwehr. Die große Chance, mich zu rehabilitieren. Ich mag die Feuerwehr. Und versteh auch langsam, dass der NOISEY-Kameramann Ungarn als Favorit gereiht hat. Gitarrenlied. Aber was Andi „Gertraud“ Knoll da in die halbleere Kirche reingepredigt hat von wegen „Jazz“ versteh ich auch nicht.

Jonas: Andi Knoll ist so ein verdammter Sexist.

Isabella: Ich glaub unser Kameramann ist ein mittelmäßiges Orakel

Flo: Der Neumarkter Gesangsverein 1860 (mit Gründungsmitgliedern) grüßt die Welt.

23:00 Uhr

Flo: Was haben „Turandot“ und der Beitrag aus Aserbaidschan gemeinsam? Die Komponisten habens nicht fertig gekriegt. Stattdessen hören wir heute „Who wants to live forever“ von Queen. Immerhin ein tadelloses Lied. Und endlich: nacktes Fleisch. What took you so long, ESC?

Isabella: Ich werd heute Nacht auch nicht schlafen, weil ich an den tollen Ausdruckstanz denken werde. Und an die Krampfader auf seiner Stirn.

Jonas: Er greift sich wirklich sehr viel ans Herz. Hashtag Gefühle. Aber hier gehen immerhin mittlerweile auch alle mit.

23:04 Uhr

Jonas: Power Pop. Da geht alles in die Knie, sogar die Krim.

Flo: Eine Frau namens Polina singt für Russland. Kein Problem, immerhin hat Ruslana ja schon 2004 für die Ukraine abgeräumt. Das Lied aus der BAWAG – Werbung, und endlich Marschrhythmen; in meiner inneren Kaserne beginnt etwas wohlig zu marschieren. Ich hab Angst vor mir selbst. Russland jetzt schon mein Geheimfavorit.

Jonas: Du hattest bereits eine Menge Geheimfavortien.

22:07 Uhr

Jonas: Ich wollte gerade was zum Undercut sagen, aber das ist glaube ich gar kein Undercut.

Isabella: Hey, wie hat es Kati Bellowitsch so schnell vom Rathaus in die Stadthalle geschafft?

Flo: Die „Elhaida Dani“ aus Albanien. Sieht gar nicht aus wie die Tochter vom Hüttenwirt, intoniert aber ähnlich. Ja okay, ich bin als Hater verschrieen aber mal ehrlich: die Töne, die sie da grade ansingt haben ja nichtmal die selbe Postleitzahl. Die trifft nicht mal eine Scheunenwand. Von innen.

22:12 Uhr

Isabella: Mah, der Papst wird jetzt hin und her gerissen sein. Tosca forever.

Jonas: Wenn man dich fragt, wofür du stehst, sag für Amore. Geht schon. Italiener halt.

Flo: Tenöre jetzt. „Grande Amore“. Gut abgehangene Opern-Ladenhüter, fetzig. Und das so früh am Abend. Jetzt kanns eigentlich losgehen!

23:15 Uhr

Jonas: OK, das Voting beginnt. Wir machen mal 5 Minuten Pause- Für’s Herz.

23:21 Uhr

Jonas: OK, Favoriten?

Isabella: Serbien. Die Frau hat halt Esprit und Power für drei.

Flo: Litauen mit dem Banjo? Oder doch Australien (ja wirklich, seit dem Beitrag surfe ich nur noch auf Lowrider-Websites herum)? Der zypriotische Superhipster? Nein, ich leg mich fest: Russland wirds. Vielleicht.

Jonas. Yo. Lettland am besten. Es wird Russland. Ich hab eben eine verzweifelte Nachricht bekommen, die Russin wäre „hübsch, schlank und könnte auch noch singen“. Das stimmt. Sie wurde aber wahrscheinlich auch einem Labor gezüchtet, um den Weste zu demütigen.

23:29 Uhr

Flo: Der Arnold Schönberg Chor singt gerade „Sterben will ich um zu leben“. Ein Motto fürs nächste Jahr?

Jonas: Jetzt wird’s aber auch exotisch: Ein Schwarzer darf auf die Bühne. Brücken werden gebaut.

23:36 Uhr

Isabella: Und wer wird Letzter?

Flo: England. Klarer Favorit auf die Tony-Wegas-Laterne aus Katzengold.

Jonas: Ja, England ist auch mein Tipp.

Isabella: Also um es in ESC-Worten auszudrücken: Wirlich letzter wird hier niemand, ja? Aber wenn ich schon gezwungen werde. Ungarn war fader als stark gestrecktes Koks.

23:44 Uhr

Flo: ZIB jetzt. Irland auf der Nachrichten-Agenda. Roman Rafreider spricht Heteros aus wie „Hateros“. Wirkt dabei merkwürdig glatt. Warum darf der Mann nicht den Song Contest moderieren? Hat wohl keine Zeit, muss sich nachher auf dem „Haunoldsteiner Fischkirtag“ noch den Preis als „Aal des Jahres“ abholen. Wir gratulieren.

23:48 Uhr

23:50 Uhr

Jonas: So langsam geht es wieder los. In den so genannten Green Room. Und weil wir den ORF so gerne ärgern, sagen wir jetzt auch nochmal das hier. Durch Hannes Tschürtz:

23:55 Uhr

Jonas: Montenegro gibt Serbien 12 Punkte.

Flo: Wer die meisten kriegt, gewinnt, richtig?

Jonas: Stimmt. Malta gibt Italien 12.

23:57 Uhr

Jonas: Die Finnin heiratet, gibt 12 Punkte nach Schweden. Diese skandinavische Mafia.

Isabella: „Sie hat ein bisschen zugelegt“. Andi Knoll? Wtf?

Jonas: Was ein Arschloch. Griechenland gibt die Punkte nicht nach Zypern, sondern nach Italien.

Flo: Solidarität der EU-Krisenstaaten: griechisch-römische Attacke auf den guten Geschmack.

0:00 Uhr

Jonas: Rumänien mit 12 Punkten für die Pizza-Connection. Italien mittlerweile ein Stück vorne.

Flo: Müssen wir das Lied jetzt nochmal hören?

Jonas: Weißrussland mit 12 für Russland. Suprise. Dreikampf an der Spitze. Buhen in der Halle.

0:02 Uhr

Jonas: Bestes Outfit von Albanien. 12 Punkte für Italien.

Flo: Ein albanischer Briefträger liest aus dem Buch Hiob: 12 Punkte für Italien.

Jonas: #thatsracist. 12 Punkte für Rumänien aus Moldavien.

0:05 Uhr

Jonas: Immer noch harter Dreikampf an der Spitze. 12 Punkte von Aserbaidschan nach Russland. Österreich und Deutschland immer noch bei Null.

Isabella: Ich würde gern Punkte zu den Moderatoren der Länder abgeben. Alle douze points.

Flo: Aserbaidschan, du altes Sehnsuchtsland. Nur acht Punkte für Italien. Dann aber: 12 Punkte für Russland. Wenn die Rettung zur Falle wird.

Jonas: Lettland 12 für Schweden, 10 für Russland. An der Spitze wird es breiter, wie der Fußballer sagt.

0:09 Uhr

Jonas: Serbien: 12 Punkte an Montenegro. Genau wie andersherum.

Flo: Die serbische Moderatorin hat die Halskette HHINTER dem Kopf. MAcht man heutzutage so.

Jonas: Estland fällt aus, erstmal nach Dänemark.

Flo: Schon jetzt meine Favoriten!

Jonas: Dänemark 12 Punkte an Schweden, eh klar. Schweiz gibt Punkte an Bruno Mars, Norwegen und Schweden. Punkte wurden im Zufallsmodus vergeben.

0:12 Uhr

Jonas: Belgien 10 an Russland, 12 an Schweden. So wird das nichts mit der Entscheidung.

Flo: Andi, das sag ich deiner Mama, dass du so gemein bist. Reiß dich zam. Schweden an Russland dran.

Jonas: Frankreich gibt 12 Punkte an Belgien.

Isabella: Ich bin so froh gerade, dass ich nicht Österreicherin bin. Achso…warte.

Jonas: Awkward-Szene zwischen Weichselbraun und der Armenierin. Russland kriegt trotzdem 12 Punkte.

0:16 Uhr

Jonas: „Dublin calling“. Klingt wie eine Nachmittagsparty im Flex. Überraschende 12 Punkte für Lettland.

Flo: Der Ire ist schöner als der Schwede. Vielleicht will er ihn ja heiraten. Geht ja jetzt. #irelandisawesome

Jonas: Favoritenland gibt 12 Punkte nach Australien. Was ist das los?

Flo: Schweden wird melodramatisch. Ist das noch dein Land, Johansson?

Jonas: Überraschend, Barbara Schöneberger mal außerhalb der Romy zu sehen. 12 Punkte nach Russland. Türkei tritt ja nicht an.

0:19 Uhr

Jonas: Beste Australierin!!! An der Spitze will sich einfach keine Entscheidung fallen. 187 Russland, 173 Schweden. Österreich null, Deutschland null.

Isabella: Die Makemakes didn´t quite Makemake it. Yet.

Jonas: Schade. Solider Song.

00:23 Uhr

Jonas: Tschechien gibt 12 nach Aserbaidschan. OK. Spanien gibt 12 nach Italien, eher wurscht.

Flo: Die Spanierin steht vor dem Weißen Haus. Zeichnet sich hier ein Muster ab?

Jonas: Wir scheitern gerade daran, die Punktevergabe lustig zu tickern. Geht aber eh nicht.

0:26 Uhr

Jonas: Österreich muss einen Sonderweg gehen. 12 Punkte nach Australien.

Flo: Österreich, Kathi Bellowitsch hat sich umgezogen, schwebt über 25000 „Fans“ am Rathausplatz, Klassenkampf at its best. Russland, Italien, Australien räumen die Punkte ab. Strache findet: Vaterlandsverräter der Herzen.

Isabellla: Die Kängurus vereinen.

Jonas: Känguru-Witz? Srsly? Slowenien mit 12 Punkten an Schweden. 12 Puntke aus Ungarn nach Belgien. Sogar alle Nachbarn ignorieren Österreich.

0:30 Uhr

Jonas: GB gibt 12 Punkte an Schweden. Setzen sich damit auf die 1.

Flo: Österreich führt nach Punkten. Euch auch einen schönen Gegenteiltag!

Isabella: „Es kann noch alles passieren.“ Ja, eh.

Jonas: Auch Georgien kappt die Leitung. Deshalb erstmal Litauen: 12 Punkte an Lettland.

Flo: Zuerst Estland, jetzt Georgien—Osteuropa kappt die Leitungen nach Österreich. Also sooo schlimm wars auch wieder nicht.

Jonas: Den Eindruck hast du aber währenddessen nicht gemacht.

0:34 Uhr

Jonas: Andi Knoll gewohnt unterirdisch. 12 Punkte aus den Niederlanden nach Belgien.

Isabella: Ich finde Andi Knoll zum Speiben.

Jonas: Voll. Schweden mittlerweile vorne, Russland dahinter. Ist aber noch offen. Israel vergibt 12 Punkte nach Italien.

Flo: Andi Knoll moderiert mittlerweile direkt aus dem Schnapsfass. Der Russe seinem eigenen Land trotzdem keine zwölf Punkte. Ist Putin am Ende?

0:37 Uhr

Jonas: Schweden setzt sich ein bisschen ab. 287 zu 256 (Russland). 12 Punkte nach Italien, das Publikum buht sogar bei Witzen. San Marino (vor Schloß!) gibt 12 Punkte an Lettland. Italien 12 an Schweden. Das dürfte die Vorentscheidung sein.

Isabella: Wie isländisch kann man aussschauen?

Jonas: 12 nach Schweden. Eh. Der blaue Samtanzug aus Zypern vergibt 12 Punkte nach Italien.

0:44 Uhr

Jonas: Aus, das war’s. Schweden gewinnt. Die Buchmacher hatten Recht. Was sagen wir dazu?

Isabella: Bussi an The Knife.

Flo: Na super. Und ich hab mein gesamtes Gehalt (2,76€) auf Russland gesetzt. Jetzt muss ich bis zum Ende des Monats Zwieback essen. Danke. Für nichts.

Jonas: Alles weitere dann im Schnelldurchlauf: Norwegen 12 an Schweden, Portugal 12 an Italien, 0 Punkte von mir an Andi Knoll. Desweiteren Estland 12 an Russland, Georgien 12 Punkte an Armenien. Österreich leider mit dem Nuller.

0:50 Uhr

Flo: Das wars, Johnny Logan gewinnt für Irland, nimmt den Preis von Peter Rapp und Ossy Kolmann entgegen, Außenreporter Curd Jürgens ist außer sich: „Ein Snob ist jemand, dem das Beste gerade schlecht genug ist.“ Ach, diese Achziger!

Jonas: Flo raucht und grummelt, wir hören das Stammeln des Schweden und dann gleich nochmal den Siegersong. We are all heroes. Ich wiederhole mich: Bisschen schade für die Makemakes.

0:54 Uhr

Jonas: Während wir den Siegersong nochmal hören: Was waren denn die wirklich guten, was die wirklich schlimmen Momente?

Isabella: Irgendwie gab es weder einen schönen, noch einen (eklatant) schlimmen Moment. Der ESC wird mir immer ein bisschen scheißegal bleiben. Aber es ist schon toll, dass China zugesehen hat.

Flo: Mit wohligem Schauer denke ich an Albanien zurück. Übel war das. Österreich mit Deutschland endlich wieder auf Augenhöhe. Aber, Flo, fragt ihr mich, was war dein großer Gänsehautmoment. Ich will es euch sagen: Polina aus Russland. Ein Pfeifkonzert, als hätte Andy Borg am Anfang vom Musikantenstadel das Freiberger Barockorchester angekündigt. Große Show. Grubinger war natürlich Bombe, Grubinger ist aber immer Bombe #ersguterjunge.

Jonas: Yo, Pfeifen gegen die Russin war oasch. Ich fand immer noch Serbien gut.

1:00 Uhr

Jonas: So, das war’s. Wir sind fertig und scheißen auf die Nachberichterstattung. Danke für’s Mitlesen und bis zum nächsten Ticker!

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