Wie der KURIER berichtet, wurden heute Mittag 93 Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan, Pakistan und Bangladesch am Wiener Westbahnhof aufgehalten. Die Asylsuchenden waren mit einem Zug aus Ungarn gekommen und eigentlich auf der Durchreise nach Deutschland. Nachdem die ÖBB die Polizei verständigte, stiegen am Hauptbahnhof Beamten zu und brachten die Hilfesuchenden am Westbahnhof zum Ausstieg.
Ein großer Teil der Flüchtlinge wurde bereits in das Polizeianhaltezentrum Rossauer Lände überstellt, wie uns Polizeisprecher Roman Hahslinger erklärt. Bei unserem Lokalaugenschein um 14:00 Uhr waren noch rund 20 Personen am Bahnsteig zu sehen—umstellt von Beamten.
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Die Polizei bot Decken und Getränke an, aber die Verbliebenen weigern nach wie vor die Annahme. Für die Polizei ist die Sache jedenfalls völlig neu. „Wir hatten so eine Situation noch nie”, sagt Hahslinger am Telefon. „Was genau wir machen, wissen wir noch nicht. Zermürbungstaktik vermutlich. Nach Deutschland weiterreisen können sie natürlich nicht. Aber diejenigen, die aktuell noch am Bahnhof sind, wollen unter keinen Umständen in Österreich bleiben.”
Wie genau eine solche Zermürbungstaktik aussehen soll—abgesehen davon, dass die Polizei die Flüchtlinge an der Weiterreise hindern muss—ist im Moment noch genauso unklar wie die Antwort auf die Frage, was mit den Asylsuchenden weiter passiert.
Mehr zur aktuellen Flüchtlingssituation lest ihr hier, hier und hier.

Fotos von VICE Media
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