oOoOO – NoWayBack (feat. Butterclock)
Das Genre namens Witch House roch schon komisch, kurz nachdem es übereifrige Blogs im Jahr 2009 aus der Taufe gehoben hatten, und trotzdem hält es sich noch immer hartnäckig im Internet und wird immer dann hervorgekramt, wenn jemand irgendwie dunkle und elektronische Musik auf einen knackigen Begriff bringen möchte. Trotzdem ist der Hype zum Glück schon längst vorbei, und ich frage mich dieser Tage, wie oft es Robin Carolan, Chef von Tri Angle Records, wohl schon bereut hat, sich gerade diesen Namen und dieses Symbol für sein Label ausgesucht zu haben. Dass Tri Angle kurz nach der Gründung quasi ein Synonym für oben genanntes Genre wurde, war zwar schon 2010 Blödsinn, lag aber neben dem unvermeidlichen Dreieck vor allem an der Musik von Christopher Dexter Greenspan alias oOoOO, die dunkel und elektronisch ist und daher natürlich Witch House. Vielleicht hat der Herr aufgrund dieser Einordnung auch erst einmal das Ende des Hypes abwarten wollen, um nun endlich den Nachfolger seines Debüts herauszubringen. „NoWayBack“ ist der erste Track, produziert zusammen mit der in Berlin lebenden französischen Künstlerin Butterclock, die allein auf der Bühne immer ein wenig verloren wirkt, aber bei oOoOO endlich eine musikalische Heimat gefunden zu haben scheint. „Our Love is Hurting Us“ erscheint am 10. April.
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RxRy – Aertheiwflx
Memoryhouse – Walk With Me
Ich habe es im Zusammenhang mit diesem kanadischen Duo schon einmal gesagt, aber vorsichtshalber wiederhole ich mich: Man sollte im hektischen Internetzeitalter nicht zu lange mit dem Album warten, nachdem die ersten Songs im Netz auf Begeisterung gestoßen sind. Was das angeht, können sich Memoryhouse ein Beispiel nehmen an Lana del Rey (ansonsten aber wirklich an nichts). Im Januar 2010, also vor einer gefühlten Ewigkeit, erschien die Debüt-EP „The Years“, die im letzten Jahr mit Bonustracks von Sub Pop offiziell wiederveröffentlicht wurde, vermutlich, um die Zeit zu überbrücken. Nun kommt am 28. Februar endlich doch noch das erste Album „The Slideshow Effect“ heraus, und auch wenn „Walk With Me“ ein durchaus freundlicher Song ist – irgendwie fehlt die Magie der ersten Begegnung. Aber vielleicht erwarten wir auch zuviel, wir Internetopfer.
Wild Nothing – Nowhere
Noch so ein Überlebender der Dream-Pop Hochphase von 2009. Im Gegensatz zu Memoryhouse hatte es Jack Tatum von Wild Nothing aber schon ein Jahr später geschafft, sein Debütalbum herauszubringen. So macht man das. Jetzt also bald der Nachfolger zu „Gemini“, wahrscheinlich noch in diesem Jahr. Und damit wir ihn bis dahin nicht vergessen, eine beschwingte Nummer zusammen mit Andrea Estella von Twin Sister, denn Tatum weiß auch, dass Kollaborationen mit anderen Blog-Lieblingen gut sind für das Geschäft. Guter Junge. „Nowhere“ erscheint als Single am 21. Februar bei Captured Tracks.
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