
Foto von Brenda Staudenmeier
Diesen Monat habe ich, mir nix dir nix, drei verschiedene Polizisten gebumst. Es war sozusagen eine Erfahrung in Sachen Hate-Fucking, weil ich die Polizei eigentlich nicht leiden kann. Ich habe herausgefunden, dass zwei Drittel der Beamten, die ich im letzten Monat in der Kiste hatte, in ihrer Kindheit sexuell belästigt wurden. Der Rest (genau einer) weicht nur von der Norm ab.
COP-FUCK NUMMER 1
Wir treffen uns in einer Bar, in der er mit Kollegen abhängt. Ich bin mädchenhaft angezogen, aber wie eine Top-Büroangestellte. Square Heels und so. Er sagt, dass er “sowas noch nie gemacht hat” (“sowas” heißt, mit einer unbekannten “Minderjährigen” ins Bett zu gehen), aber er schwitzt Pädophilie aus jeder Pore, deswegen glaub ich ihm keine Sekunde. Außerdem kann ich mit Sicherheit sagen, dass er ein Schnellficker ist—die Art Sex, nach der ich ins Bad muss, ums mir selbst zu besorgen.
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Männer wie dieser stehen auf dumme kleine Mädchen, also lache ich über alles, was er sagt. Ich tue so, als wäre ich beeindruckt, als er mir erzählt, dass er vor kurzem irgendeinen ungehorsamen Punk zusammengeschlagen hat. Er schwadroniert über den abgestandensten Mist: “Die Jugend von heute hat keinen Respekt mehr vor den Autoritäten, nicht mal vor ihren Eltern!” Eine Minute mit ihm fühlt sich an wie ein Jahr, also betrinke ich mich hemmungslos.
Als er mich auffordert mit ihm nach Hause zu gehen, weiß ich nicht mal mehr meinen eigenen Namen. Wir steigen in ein Taxi und er fängt an, mein Bein zu streicheln, als wär es ein Hündchen. Bei ihm zu Hause ziehe ich ihn in den Raum, den ich für sein Schlafzimmer halte. Es ist das Bad. Egal, geht auch. Ich hebe meinen Rock und er lässt seine schmierigen Finger zwischen meine Beine wandern. Aus einem nicht nachvollziehbaren Grund bin ich niemals so feucht gewesen.
Er fingert mich ziemlich heftig und ich greife ihm an den Schwanz. Er hat nicht mal einen Steifen? Ausgezeichnet! Ich ziehe ihm die Hosen runter und sofort hat er einen Ständer. Es ist gleichzeitig der kleinste Penis, den ich jemals gesehen habe. Ich könnte ihm mit meinem kleinen Finger einen runterholen, was ich auch tue. Plötzlich dreht er mich um und dringt in mich ein. (Zumindest bilde ich mir das ein, ich spüre ihn nicht mal in mir. Es ist, als ob man von Luft gefickt würde.)
Er ächzt und kündigt alle zwei Sekunden an, gleich abzuspritzen. Schließlich zieht er ihn unter lautem Gestöhne raus und seiert ein jämmerliches Tröpfchen ab. Es sieht aus, als würde ein Ohrenstäbchen pinkeln.
Dieser Cop bekommt 4 von 10, weil ich immerhin unerklärlicherweise feucht war.
COP-FUCK NUMMER ZWEI
Ein paar Tage nach diesem Abstecher in die erotische Antarktis ist es Zeit für mich, den Dienst wieder aufzunehmen. Und wie—Agent Paré ist ein echter Fang. Groß gewachsen, mit dunkelbraunem Haar und einem Arsch, für den die Mädels auf dem Strich eine ganze Nacht sausen lassen würden, nur um ihn einmal kurz anzusehen. Er weiß, was Punk-Rock ist, scheint überraschend sympathisch und ist gerade erst 27 geworden.
Er benötigt vier Dates, bis ich zu ihm kommen darf. Ich musste erst „Die Hügel der blutigen Augen”, ein mexikanisches Essen, das wir beide mit einer Lebensmittelvergiftung bezahlt haben, und einen Spaziergang durchs Einkaufscenter (Hallo, 1987!) durchstehen. Interessant werde ich für ihn, als er mich zu seinem Batmobil mitnimmt und wir gemeinsam meine Akte im Polizeicomputer durchgehen. Er lacht, als er entdeckt, dass ich an ein paar Schlägereien beteiligt war und mit 19 wegen Drogenbesitz verhaftet wurde. Mit ihm rumzuhängen ist ja so aufregend.
Bei unserem fünften Date schauen wir bei ihm zu Hause einen Film an und legen los. Ich probiere die aggressive „Wir stehen jetzt schon so lange aufeinander, lass uns endlich ficken”-Nummer, aber er geht nicht darauf ein. Wir labern eine weitere Stunde lang, dann halte ich es nicht mehr aus. Ich öffne einfach seinen Reißverschluss und mach mich endlich mit einem Blowjob an die Arbeit. Er sitzt einfach da und spielt mit meinem Haar. Er ist riesig und ich muss ständig würgen, aber ihm scheint es zu gefallen. Er rutscht zwischen meine Beine und zieht meine Hose runter. Hurra! Es geht los.
Wir rennen in sein Schlafzimmer und haben den süßesten Blümchen-Sex … Er kommt über meinem Rücken und wir küssen uns vor dem Gute-Nacht-Sagen. Ich bleibe bei ihm, weil sein Penis nach Palatschinken riecht. Mein eigenes „Anti-Übernachtungs”-Gesetz ausgerechnet mit einem Bullen zu brechen, kam mir ironisch vor. Ich hau am Morgen heimlich ab.
Der Typ bekommt 8 von 10. Ein Punkt Abzug für zu langen Vorlauf und einen zweiten für am Ende doch ein bisschen zu harmloses Rumgeficke.
COP-FUCK NUMMER DREI
Die Woche darauf ruft mich eine Freundin an und lädt mich zu ihrem DJ-Set in eine Gay-Bar bei mir in der Nähe ein. Ich entscheide mich dafür, hinzugehen. Lesben sind witzig.
Ich werde hunderten von Mädels vorgestellt, echt süß, aber ich bin nicht zu Mumu-Spielchen aufgelegt, also knalle ich mir die Birne mit Vodka-Cranberrie zu und laber mit meiner Freundin. Sie zeigt auf eins der Girls auf der Tanzfläche und erwähnt, dass die ne Polizistin ist. Augenblicklich strahlt ein verdammter Heiligenschein über ihr. Ich laufe auf die Tanzfläche und wir fangen sofort an rumzumachen. Sie ist groß und ein bisschen speckig, und ihre Titten sind immens.
Ich will sie mit nach Hause nehmen und sie lehnt ab! Ich frage weiter, trinke weiter, frage weiter. Nichts. Da läuft gar nichts. Ich bin jetzt bereit, ein bisschen GHB in ihren Drink zu schütten, da fordert sie mich auf, mit zu ihr zu gehen. Es kommt zum BESTEN GESCHLECHTSVERKEHR ALLER ZEITEN.
Jede Menge Sexspielzeug und Pornos. Ihre Finger schmecken wie Tante Herthas Sirup, ich lutsche an ihnen, als wenn sie das Letzte wären, was ich jemals in den Rachen bekommen werde. Sie leckt mich, als ob ich sie dafür bezahlt hätte. Nachdem ich sie mit Kletterseilen gefesselt und Dildo-vergewaltigt habe, während sie mich fingert, gleiten wir weit weg ins Schlummerland.
Diese Frau war eine Offenbarung. Als wir fertig waren, war so viel Schweiß, Scheidensaft und Scheiße im Bettlaken, dass man mit diesen Überresten einen Kuchen hätte backen können. Wir fühlten uns, als hätten wir eine Gehirnerschütterung. Ich küsste sie zum Abschied. Ich will sie wiedersehen.
Dieser Lady-Cop bekommt eine felsenfeste, unwiderrufliche 10. Ich bin unsicher, ob sie mich in eine Perma-Lesbe verwandelt hat.
Marie-Elaine Guay
Mädchen, die Polizisten lieben
ANN, 18 Vice: Fandst du den Typen scharf, weil er ein Bulle ist? Wie ist sein Job eurer Beziehung in die Quere gekommen? War er wenigstens ein erfahrener Liebhaber? BECKY, 20 Wie war dein Cop im Bett? War es cool, mit ihm rumzuhängen? JAMIE, 22
Wieso war der Job ein Hindernis für eure Partnerschaft? Klingt ja nett. PAM, 24
Wie war er im Bett? Was ist das schlimmste, das er dir angetan hat? Interviews von Stephanie F.
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