Hangover-News

Demonstrationen gegen die tanzenden Rechtspopulisten der FPÖ

Am Freitagabend fand der Akademikerball, der von der Wiener Landesgruppe der FPÖ veranstaltet wird, statt. Dabei handelt es sich um ein ziemlich armseliges und—wie sich am Abend auch herausstellen sollte vor allem halbleeres—Treffen der nationalistischen Elite aus ganz Europa. Tausende—die Wiener Polizei sprach von 6000 Teilnehmern, zahlreiche davon aus Deutschland angereist—zogen am Abend in drei großen Zügen durch die Straßen Wiens, um gegen die Veranstaltung der Rechtspopulisten zu demonstrieren und den Gästen des Balles in der Wiener Hofburg die Anfahrt zu erschweren. Der Großteil dieser Proteste verlief friedlich, aber es kam auch zu Ausschreitungen und Sachbeschädigungen rund um den Stephansplatz. 14 Personen wurden festgenommen und auch die umstrittene Sperrzone, das Vermummungsverbot in neun Bezirken und der Rekordeinsatz von 2000 Beamten (unter anderem in Kampfmontur) konnten nicht verhindern (oder haben auch dazu beigetragen), dass Auslagen zu Bruch gingen, zumindest ein Polizeiauto zerstört und eine Polizeiinspektion angegriffen wurde. Insgesamt gab es mehr als 20 Verletzte, darunter auch Medienvertreter und Polizisten.

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Die Randale des Schwarzen Blocks sorgen noch heute für Diskussionen. Die Grünen-Chefin Eva Glawischnig droht den Jungen Grünen mit dem Rauswurf, weil sie die Domain www.nowkr.at zur Verfügung gestellt haben, auf der der Slogan „Unseren Hass könnt ihr haben!” veröffentlicht worden war. Aber auch die Wiener Polizei muss Kritik einstecken, nachdem der Polizeipräsident Gerhard Pürstl angekündigt hatte, die Daten der Rettung über Verletzte heranzuziehen, um Teilnehmer der Demo auszuforschen.

Während auf FB bereits eine Veranstaltung zum Protest gegen den WKR oder Akademiker-Ball 2014 angelegt wurde, die dazu auffordert, Blockflöte zu spielen, legt der FPÖ EU Parlamentarier Andeas Mölzer einen sehr klassischen Auftritt bei der ORF Sendung Im Zentrum hin.

Erste Resultate bei der Syrien-Konferenz in Genf

Foto via

Letzte Woche haben die Genfer Friedensgespräche unter den Vermittlungsbemühungen der UNO begonnen im Rahmen derer sich syrische Regierungs- und Oppositionsvertreter trafen, um einen Ausweg aus dem syrischen Bürgerkrieg zu finden. Das wird kaum gelingen, weshalb sich die Vermittlungs- und Konfliktparteien besonders auf humanitäre Entgegenkommen konzentrieren.

Nachdem Homs, die „Hauptstadt“ der syrischen Revolution, nun seit Monaten Schauplatz erbitterter Kämpfe ist, konnte man sich gestern wenigstens soweit einigen, Frauen, Verletzte und Kinder aus der von der Regierung belagerten Stadt ausreisen zu lassen. Derweil schieben sich Rebellen, Regierung und Opposition weiter die Schuld an Zehntausenden vermissten und gefangenen Zivilisten zu. Der Syrien-Emissär Brahimi erklärt sich nichtsdestotrotz optimistisch und erhofft sich im Verlaufe des heutigen Tages die Ankunft erster Hilfskonvois in Homs.

HR-Moderator wird wegen Kinderpornografie entlassen

Eigentlich wollte er bis 2016 Pornodarsteller werden, in zwei Jahren kann Rob Green aber froh sein, wenn er nicht zum Darsteller in seinem persönlichen Gefängnisporno wird. Denn dem beliebten Radiomoderator („Rob Green Morning-Show“ auf You FM) wird laut Staatsanwaltschaft Darmstadt vorgeworfen, Kinderpornos auf seinem Computer gespeichert zu haben. Die Polizei durchsuchte am Donnerstag seinen Arbeitsplatz beim Hessischen Rundfunk und seine Wohnung, wo sie seinen Computer und Festplatten beschlagnahmte. Der HR trennte sich daraufhin mit sofortiger Wirkung von Green. Außerdem wird gegen den 37-Jährigen seit März 2013 wegen der Verbreitung kinderpornografischer Schriften ermittelt. Sollten sich die Vorwürfe gegen den gebürtigen Engländer bestätigen, wünschen wir ihm beim Absitzen seiner 5-jährigen Haftstrafe (so viel droht bei der Verbreitung von Kinderpornos) viel Spaß. Pädophile sollen im Knast schließlich sehr beliebt sein.

Heinrich Himmlers private Briefe sind aufgetaucht

„Küsse, dein Heini“—so beendete Heinrich Himmler, Organisator des Holocausts und einer der größten Massenmörder der Menschheit, die Briefe an seine Frau Marga. Die WELT veröffentlichte zwei von 700 Briefen Himmlers, die die israelische Filmemacherin Vanessa Lapa der Zeitung zuspielte. 40 Jahre lang lagen die Briefe unter dem Kopfkissen eines gewissen Chaim Rosenthal, der sie wie einen Schatz hütete und sie mit 90 Jahren an Lapa verkaufte. Historiker haben keinen Zweifel an der Echtheit des Materials. In den Briefen beschreibt Himmler sich als „wild“ oder „beese“ („böse“) und zelebriert mit seiner „lieben, goldigen Frau“ das zentrale Thema „Rache“ als Codewort: „Überhaupt, unsere ,Rache’—die wird fein”, schreibt er 1928. „Ich bin für nichts wie ,Rache’, andauernd.” Die Briefe zeigen, dass Himmler keine gespaltene Persönlichkeit war, sondern ein liebevoller Familienmensch und grausamer Massenmörder in ein und derselben Person.

Hirntote Marlise Muñoz darf endlich sterben

Seit Wochen wird in den USA eine heftige Debatte über Sterbehilfe geführt. Grund ist der Hirntod der 33-jährigen Marlise Muñoz, die seit Ende November durch ein Beatmungsgerät am Leben gehalten wird. Obwohl es keine Hoffnungen für hirntote Patienten gibt und sie und ihre Familie ausdrücklich erklärt hatten, dass sie nicht künstlich am Leben erhalten werden will, taten die Ärzte genau das. Denn Muñoz war zum Zeitpunkt ihres Kollapses im vierten Monat schwanger und um wenigstens das Kind zu retten, wurden die lebenserhaltenden Maßnahmen durch das Krankenhaus in Forth Worth, Texas, eingeleitet. Denn nach texanischem Gesetz muss die künstliche Beatmung andauern, solange es noch eine Überlebenschance für den Fötus gibt, auch wenn das bedeutet, dass es behindert zu Welt kommt. Ein US-Gericht entschied jetzt, dass die Geräte bis Montag abgeschaltet werden müssen und Muñoz ihren Frieden finden darf. Die Diskussion um Sterbehilfe wird in den USA aber weitergehen. Die schwangere Amerikanerin ist am Sonntag gestorben. Laut dem Standard gab der Anwalt des Ehemanns Erick Muñoz dem Sender CNN ihren Tod am Sonntagnachmittag (Ortszeit) bekannt.

Bischof Tebartz van Elst hat doch nicht geprotzt


via Christliches Medienmagazin pro

Die Berichte über Geldverschwendung und das Übergehen von Kontrollgremien des Limburger Bischofs Franz Peter Tebartz-van Elst sind falsch. Wie der Focus schreibt, ist eine Prüfungskommission zu dem Schluss gekommen, dass sich der Bischof nichts zu Schulde hat kommen lassen. Das bedeutet also, dass die 31 Millionen Euro, die der Bischof in seinen Sitz gesteckt hat, absolut gerechtfertigt waren. Dazu gehören 2,98 Millionen Euro für seine Privatwohnung (statt geplanter 200.000 Euro), private Kunstwerke für 450.000 Euro, eine freistehende Badewanne für 15.000 Euro, abdunkelbare Fenster der Privatkapelle für 100.000 Euro, ein Tisch für 25.000-Euro im Konferenzraum … Für die Prüfungskommission (die sich übrigens aus zwei Wirtschaftsprüfern und drei Geistlichen zusammensetzen soll) scheint das alles angemessen zu klingen.

Urheber von Morddrohungen gegen britische Feministin verurteilt

Die britische Journalistin Caroline Criado-Perez wollte eigentlich nur auf den Umstand aufmerksam machen, dass die britischen Geldscheine mehr Abbildungen von bedeutenden britischen Frauen vertragen könnten. Als die Bank of England daraufhin beschloss, dass ab 2017 die Schriftstellerin Jane Austen auf der 10-Pfund-Note abgebildet werden sollte, bekam Criado-Perez einen Haufen Drohungen durch anonyme Accounts bei Twitter. Von Morddrohungen und Ankündigungen von Vergewaltigungen war dort dir Rede. Weil Twitter diese Tweets über zwölf Stunden lang nicht unterband, wurde eine Petition zum Boykott Twitters gestartet, bis das Unternehmen das Melden eines solchen Missbrauchs ermöglicht. Eine Frau und ein Mann wurden für ihre Tweets jetzt zu zwölf beziehungsweise acht Wochen Haft und einer Geldstrafe von 800 Pfund verurteilt.

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