Wenn du dein Nerdlevel mit der heutigen Episode von Motherboard noch nicht ganz ausgereizt hast, kannst du dir hier noch ein paar mehr Fotos von unserem Ausflug zur gigantischen CERN-Erdballzerstörungsmaschine, ich meine LHC, anschauen…
Das gruselige Monster da oben heißt ALICE. Es soll das Verhalten von Partikeln direkt nach einer Kollision nachahmen, die in etwa den Big Bang nachstellt. Außerdem hoffen alle, dass es auch ein Quark-Gluon-Plasma erzeugt, welches uns idealerweise die Antwort auf die Frage gibt, warum Protonen und Neutronen 100 Mal so viel wiegen, wie die Quarks, aus denen sie bestehen.
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Das ist Daniel Dobos, unser Führer für den ATLAS-Teil des Gebäudes. Er war ein großer Dan Brown-Fan und hatte sogar eine personalisierte Jacke mit invertierter Schrift.
Um die Leitfähigkeit der Magneten zu gewährleisten, muss der ganze Collider auf -271,3° Celsius heruntergekühlt werden (was kälter als das All ist und 10.000 Tonnen flüssigen Stickstoff, sowie 60 Tonnen flüssiges Helium erfordert). Wenn dieses Zeug an die Luft kommen sollte, wäre es eine verdammt dumme Idee, in dem Moment gerade zu pennen.
Trotz seines Durchmessers von 26 Kilometern ist der LHC von oben nicht aufspürbar. Der ganze Beschleuniger befindet sich gut 100 Meter unter der Erde und man kann ihn durch eine ganze Reihe unheimlicher Fahrstühle und gruseliger Tunnel wie diesem hier betreten.
Das ist das Computer-Kontrollzentrum des LHC, wo die Techniker Protonwolken kontrollieren, bevor sie diese in den Hauptbeschleuniger entlassen. Der Monitor oben in der Mitte ist der Hauptalarmmonitor. Wie bei den meisten Alarmsystemen bedeutet auch hier Rot, dass es ein gewaltiges Problem gibt, aber unser Führer hat behauptet, dass er alles im Griff hat.
Das Kontrollzentrum verfügt außerdem über eine feine Auswahl an Champagnerflaschen. Sie stehen für alle Meilensteine, die die Jungs bis jetzt abgehakt haben. Wie ihr seht, scheint alles im Zeitplan zu liegen.
Um sicherzugehen, dass sich keine hungrigen Wissenschaftler an den Partikeln vergehen und diese mit Geschwindigkeiten von gut 130.000 km/h aufeinander ballern lassen, gibt es drei Kantinen im CERN. Diese Köstlichkeit hier ist ein traditionelles französisches Entrecote mit edlen, pürierten Kartoffeln und leckerem Jus de Pois. Ja, es sieht genau danach aus, nicht wahr?
Genau so wie ungefähr hundert der weltbesten Wissenschaftler, sorgt außerdem eine Armee von Technikern dafür, dass die delikaten Geräte permanent getestet, gewartet und immer wieder getestet werden. Sie sind diejenigen, die für die kleinen Tags und Galgenmännchen, die man hier und da auf dem Gelände so findet verantwortlich sind.
Diese unauffällige kleine Box hier ist der Kern des Datentransferzentrums von CERN. Außerdem versorgt es die schweizer Bevölkerung mit Internetzugang.
Das war’s so ziemlich von unserer Seite. Wenn du Lust auf noch mehr Megawissenschaft hast/davon überzeugt bist, dass dieser ganze Kram, von dem wir hier sprechen, die Welt in ein schwarzes Loch saugen wird, dann solltest du dieses Interview hier mit LHC-Projektleiter Lyn Evans lesen.
TOM LITTLEWOOD
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