Food

Ich wurde von einem Koch entjungfert

Willkommen zurück zu den Restaurant Confessionals, wo wir den Leuten aus der Gastronomie eine Stimme geben, die ansonsten viel zu selten zu Wort kommen. Hier erfährst du, was sich hinter den Kulissen in deinen Lieblingsrestaurants so alles abspielt. Dieses Mal haben wir mit einer ehemaligen Köchin gesprochen, die ihre ersten sexuellen Erfahrungen als Teenagerin mit einem anderen Koch sammelte.

Ich fing an, in einer Gastroküche zu arbeiten, als ich 16 war. Damals war ich dort die einzige weibliche Person. Ich nahm den Bus von meiner Mädchenschule—in Peter-Pan-Kragen, Faltenrock und Pennyloafers, so eine Institution war das. Mit meinen schweren Messern und meinen rutschfesten Pantoffeln gesellte ich mich unter die zusammengewürfelte Menge von schmuddeligen, verschwitzen Männern, die ständig „Hinter dir!”, „Heiß!”, Scharf!” und „In diesen Kniestrümpfen arbeitest du in der Küche?” schrien.

Videos by VICE

Ich glaubte nicht, dass ein heißer 22-jähriger „Mann” zwei Mal, oder auch nur ein Mal, über eine verschwitzte 16-Jährige in Pantoffeln nachdenken würde.

Trotz der mir bisher unbekannten Obszönität hatte ich nach ungefähr einem Monat meine Routine gefunden und mich an die Atmosphäre in der Küche und die Eigenheiten meiner Mitarbeiter und Chefs gewöhnt. Die langen Abende, die Schnitte, die Verbrennungen und die Fußschmerzen—zusammen mit den offenkundig sexistischen und sexuell aufgeladenen Scherzen—sorgten bei mir zugegebenermaßen für eine freudige Erregung, die ich im Klassenzimmer mit 27 anderen Mädchen nicht spürte. Damals dachte ich über nichts anderes nach. Ich konnte es kaum erwarten, meine Schürze umzubinden, mit den Vorbereitungen anzufangen und gemeinsam mit den anderen zu essen. Es bildete sich schon eine Warteschlange vor dem Restaurant, bevor wir öffneten und jeden Abend war der Speiseraum zum Bersten voll. Die Energie dieser hektischen Abende war so anstrengend wie befriedigend. Nach der Arbeit schmuggelte mich die Crew in eine Bar und wir belohnten uns für den erfolgreichen Abend. Diese Jungs, mit all ihrem anstößigen und lächerlichen Humor, wurden meine Brüder.

Naja, bis einer von ihnen mich entjungferte.

Während meines dritten Monats, an einem Freitag Abend, arbeitete ein unfassbar attraktiver Typ als Stagiaire in unserer Küche. Ich war so damit beschäftigt, Austern aus der Schale zu lösen, genug vorbereitet zu haben und generell nichts falsch zu machen, dass ich gar keine Zeit hatte, über ihn nachzudenken. Außerdem glaubte ich nicht, dass ein heißer 22-jähriger „Mann” zwei Mal, oder auch nur ein Mal, über eine verschwitzte 16-Jährige in rutschfesten Pantoffeln nachdenken würde. Er war mir also egal und ich versuchte nicht wirklich, mit ihm zu flirten.

Der heiße Koch wurde kurz nach diesem Freitag angestellt.

An einem Abend gab es zum gemeinsame Essen Chili mit massenhaft rohen Zwiebeln. Ich spürte zwar, wie schlimm mein Atem war, aber weil es so lecker schmeckte, holte ich mir eine zweite Portion. Nach dem Essen ging ich mit dem neuen Koch draußen eine Zigarette rauchen. Wir saßen auf einer Stufe hinter dem Restaurant. Er rückte näher, fuhr mit seiner Hand vorsichtig unter meine Arbeitskleidung und sah mir in die Augen. Ich lachte ihn aus. Er grinste, kam mit seinem moustachebestückten Hipstergesicht näher und küsste mich. Da saßen wir, in einer Wolke von widerlichem Zwiebelatem.

Er drehte sich zu mir, schob mir einen Löffel Orecchiette in den Mund und sagte: „Ich möchte mit dir schlafen.”

Von da an eskalierte es zwischen uns. Wenn er etwas aus dem Kühlschrank bei meiner Station brauchte, holte er es heraus und fasste mir dann unter meiner Schürze zwischen die Beine. Während ich Kartoffeln schälte, hatte er seine Hand in meinem Schritt und fummelte am Reißverschluss meiner Hose herum. Es dauerte nicht lange, bis wir im begehbaren Schrank rummachten.

Ich fing an, die Schule zu schwänzen und in der Nacht aus dem Haus zu schleichen, um ihn zu treffen. Eines Abends saß ich auf der Küchentheke in seiner Wohnung und sah ihm zu, wie er die Pasta vom Vortag aufwärmte. Er drehte sich zu mir, schob mir einen Löffel Orecchiette in den Mund und sagte: „Ich möchte mit dir schlafen.”

Ich spürte, wie rot mein Gesicht wurde, als ich den Bissen hinunterschluckte. Und ich kann mich noch gut erinnern, wie ich dachte: Ist meine Unterwäsche schön genug? Interessiert ihn das überhaupt? Ich hüpfte von der Theke runter und hielt in an seinem Hemd fest. „Nur weil du Koch bist, heißt das nicht, dass wir es in der Küche miteinander treiben”, sagte ich.

Ich hab keine Ahnung, wie mir dieser Spruch einfiel, aber ich war verdammt stolz. Er führte mich in sein Zimmer, in dem überall Thomas-Keller- und andere Kochbücher herumstanden. Ich sagte ihm, dass ich nicht weiß, was ich mache, sah im in die Augen und machte ein komisches Gesicht, um das Wort Jungfrau zu vermeiden. Teenager hassen dieses Wort.

Auch wenn er wusste, dass ich nicht mit ihm nach Hause gehe, war er immer liebevoll und nett zu mir—aber ich hatte immer das Gefühl, dass er versucht, mich warmzuhalten.

So schön wie es war, mein erstes Mal mit dem heißen Koch zu erleben, wurde mir trotzdem klar, dass er nur ein normaler Junge mit einem hübschen Gesicht war, der jederzeit eine finden würde, und ich wurde einfach nur in seinen Sog gezogen.

Thank for your puchase!
You have successfully purchased.