Dinge, zu denen sich der IS bekennt

Hach, Internet. Heute ist ausnahmsweise mal ein guter Tag mit dir. Zuerst bescherst du uns mit #FamousMelaniaTrumpQuotes den schönsten Hashtag seit #immernochbesseralsStrache, und dann schießt du gleich direkt den nächsten Knaller hinterher. Und diesmal ist er sogar wichtig.

Nach der Schießerei von Orlando und dem Attentat in Nizza hat der IS nun auch den Axtangriff von Würzburg, der vier Schwerverletzte forderte, für sich beansprucht. Im Zimmer des 17-jährigen Täters fand man eine “handgemalte IS-Flagge”. Dies hatte der bayerische Innenminister Joachim Herrmann heute morgen mitgeteilt.

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Natürlich kann sich jeder Möchtegern-Amokläufer eine IS-Flagge selber malen, ohne je Kontakt nach Syrien gehabt zu haben. Und natürlich reklamieren die IS-Chefs solche Angriffe gerne für sich, auch sie wenn vorher genau so wenig wussten, dass es passieren würde. Wer sich davon nicht beeindrucken lassen möchte, antwortet mit Humor. Ohne die Grausamkeit der Taten beschwichtigen zu wollen—eine bessere Reaktion als Angst ist der hier aufkommende Sarkasmus allemal.

Aus dem zunächst verwendeten Satzbau “Der IS bekennt sich” hat sich inzwischen der Hashtag #ISbekenntsich entwickelt. Im Grunde genommen bekennt sich der IS zu allem Übel, das diese Welt je gesehen hat: Vom Brexit über falsch eingelegte Klopapierrollen bis hin zu Pokémon Go und deiner Mutter. Danke, Internet.

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