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Der erste kommerzielle Familienroboter JIBO kann ab Ende 2015 adoptiert werden

Ein kleiner, niedlicher Roboter für den Hausgebrauch ist der utopische Traum der Luxusgesellschaft. Bis jetzt haben R2D2 und Nummer 5 die Messlatte in Sachen Putzigkeit und Cleverness hochgelegt. Doch bald kommt der JIBO, der erste Familienroboter.

Eine am 16. Juli gestartete Indiegogo Crowdfunding-Kampagne hatte sich einen Betrag von 100.000 Dollar zur Herstellung des Roboters als Ziel gesetzt. Schon heute ist sie um 980 Prozent überfinanziert. Damit droht der elektronische Freund sogar dem etwas schlichteren Projekt des Kickstarter-Kartoffelsalats den Rang abzulaufen.

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JIBO ist im Prinzip der personifizierte Social Media-Wahnsinn. Er organisiert dein Leben, indem er dir E-Mails vorliest und für dich schreibt, dich begrüßt wenn du nach Hause kommst und dir Pizza bestellt. Er erzählt deinem Kind eine Gute Nacht-Geschichte, fotografiert die Familie beim fröhlichen Beisammen sein und schmeichelt sich durch seine höfliche, aufmerksame und aufdringlich niedliche Art in dein Privatleben.

Hier das RomCom-artige Kampagnenvideo, welches wohl unterschiedliche Reaktionen hervorrufen dürfte, die zwischen Würgereiz und Neugier changieren:

499 Dollar kostet die Homeedition, von der schon 800 Stück bestellt wurden.

Für alle, die sich jetzt emotional angesprochen fühlen, hier ein paar Informationen zu dem Wunderding:

  • Höhe: ca. 28 cm
  • Gewicht: ca. 2,8 kg
  • zwei hochauflösende Kameras, die Gesichter tracken, Fotos knipsen und Videocalls durchführen können
  • 360 Grad Mikrofone und ein Sprachprozessor ermöglichen es dir, aus allen Richtungen mit JIBO zu sprechen
  • lässt sich ohne sprachgesteuert und Hände bedienen
  • künstliche Intelligenz, die Algorithmen lernt und sich somit versucht, in dein Leben zu integrieren
  • er bietet proaktive Hilfe an, um deinen Alltag einfacher zu gestalten
  • benutzt allgemein bekannte Emoticons, um die Kommunikation zu untermalen

Leiterin des Entwicklerteams ist Dr. Cynthia Breazeal, Pionierin der Social Robotics und MIT Professorin. Sie möchte ihr Wissen mit JIBO in die Welt hinaus bringen und, betrachtet man die 980 Prozent Überfinanzierung, scheint sie damit einen gesellschaftlichen Nerv getroffen zu haben.

Ob wir erfolgreiche Adoptionen von Robotern erleben dürfen, wird sich dann zeigen, wenn das erste Modell von JIBO zum Weihnachtsgeschäft 2015 auf den Markt kommt.

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