Mein kleines griechisches Monster (Tumor)

Letzte Woche, wir waren gerade voll auf Mushrooms, hat mir ein Freund die Geschichte einer britischen Frau erzählt, die schwanger war und einen „Zwillingstumor” entwickelt hatte, der sie und ihr Kind tötete. Nicht nötig zu sagen, dass ich mir voll in die Hose geschissen habe. Ich konnte nicht damit aufhören mir vorzustellen, wie es wäre schwanger zu sein und einen Science-Fiction Charakter in sich zu haben, der dir alles aus deinem Körper saugt. Nachdem ich mich wieder beruhigt hatte und nach Hause kam, entschied ich mich dazu im Internet zu recherchieren, zur gleichen Zeit, als der Boden wieder aufhörte Wellen zu schlagen und seltsam zu sein.Laut dem Telegraph war die 26-jährige Nicole Ellington die erste Frau, bei der ein „teratoma” Tumor-abgeleitet vom griechischen Wort für „Monster”-diagnostiziert wurde. Nicolas Tumor hatte Haare und Zähne. Dieses wassermelonengroße Monster entwickelte sich in ihrem Bauch und begann in ihre Lungen einzudringen. Ihr Doktor, Dr. Dawn Adamson, entschied, dass der Tumor rausoperiert werden müsste, ansonsten würden Nicola und ihr Baby sterben. Das Unterfangen endete erfolgreich- Nicola und ihre Baby Layle gingen damit in die Geschichtsbücher der Medizin ein.

Ich, als Frau, habe schon immer eine ordentliche Portion Nervosität vor dem Prozess der Schwangerschaft und der Geburt. Meine Gebärmutter ist dafür gemacht ein Gefäß darzustellen, in dem menschliches Leben entsteht und mein Job ist es das Baby clean zu halten, was soviel bedeutet wie nicht zu rauchen, nicht zu trinken, gut zu essen und die ganze Zeit zu kotzen. Der Gedanke daran, all diesen Aufwand von der Entdeckung einer widerlichen, korbgroßen Kreatur zerstört zu sehen würde mich wohl ausflippen lassen.

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Auch nach dem hektischen Post-Pilz-Googlen und der groß angelegten Teratoma Bildersuche, hatte ich immer noch ein paar Fragen. Also traf ich mich mit einigen Medizinstudenten um mehr über diese seltsamen kleinen Dinge herauszufinden.

Ich: Wie funktioniert dieser Teratoma Tumor?

Medizinstudent 1: Im Grunde haben deine Zellen, wenn du ein Embryo bist, allen Anlass sich zu irgendeinem spezifischen Gewebe zu verformen und sich schließlich niederzulassen, um zu etwas besonderem zu werden. Aber manchmal nimmt eine handvoll deiner Zellen eine falsche Abzweigung. Teratome kommen am häufigsten in den Eierstöcken vor.

Es sind also einfach nur unterentwickelte menschliche Zellen?

Medizinstudent 1: Ja. Und dann entwickeln sie sich auch noch in die falsche Richtung-und zwar auf eine unterentwickelte Art und Weise.

Wie ein zusammen gemischter Zwilling, der irgendwo in der Mixtur verloren geht?

Medizinstudent 1: Das sind immer noch deine Zellen, ich würde sie nicht als ein Zwilling bezeichnen. Es ist mehr wie ein sehr gutartiger Krebs, der nicht wirklich überall hingeht und alles tut, aber dort sitzt und immer größer wird.

Wie unfassbar ist es, dass Nicola Ellingtons Tumor ihr Baby getötet hat? Das ist wie in diesem Film How to Get Ahead in Advertising, nur irgendwie mehr How to Get Ahead in Babysitting, bis darauf, dass es bedeutend unlustiger ist.

Medizinstudent 2: Der Tumor hat das Baby nicht wirklich getötet. Um jedoch dem Baby beim Wachsen zu helfen, produziert der weibliche Körper ein gewisses hormonelles Milieu. Teratome haben in der Regel eine Reihe unterschiedlicher Zelllinien auf unterschiedlichen Stufen ihrer derzeitigen Entwicklung. Verantwortlich für den Wachstum ist meiner Ansicht nach, dass eine dieser Zelllinien besonders gut auf die weiblichen Hormone angesprungen ist. Es war nicht wirklich so, dass der Tumor sich an dem Baby oder dem mütterlichen Blut ernährt hat, es war einfach nur die blühende Umgebung einer Schwangerschaft, die ihm da gut tat.

Das ist immer noch unglaublich.

Medizinstudent 2: Ganz im Gegensatz zur Mutter, der tat das gar nicht gut. Schlimm war auch, dass dieses ja gar nicht mit der Bösartigkeit von Krebs zu vergleichende Ding, anfing gegen ihre Lungen und andere Organe zu drücken und das führte zu großen Problemen. Wenn es weiter gewachsen wäre hätte das sicher schwerwiegende Folgen gehabt.

Medizinstudent 1: Teratomas scheinen so menschlich, findest du nicht?

Medizinstudent 2: Sie sind sicher menschlichen Ursprungs. Sie haben menschliche DNA.

Ihr scheint nicht so sehr darüber auszuflippen, wie ich. Lässt euch überhaupt irgendwas über den menschlichen Körper durchdrehen?

Medizinstudent 1: Nicht wirklich, aber einmal habe ich eine Frau mit fortgeschrittenem Gebärmutterhalskrebs gesehen, der schon in ihr Rektum gegangen war. Sie kam mit heftigen Blutungen und wir brachten sie in die OP. Es roch fürchterlich.

Nach was?

Verrottetes Gewebe, vermischt mit Stuhl. Sie war eine sehr hübsche Frau und wir haben ihr geholfen. Du gewöhnst dich an diesen physischen Kram wirklich sehr schnell.

Ehrlich?

Das erste mal, als ich eine Operation zur Wiederherstellung der gebrochenen Gesichtsknochen gesehen habe, benutzten sie diese großen Haken, mit denen sie durch die Nase und den Mund gefahren sind um diesen „Dachknochen” deines Mundes frei zu rütteln. Das war wirklich süß.

OMG (würg).

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