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Motherboard fliegt ins All

Was du dir da gerade anschaust, ist der bebilderte Beweis, dass Motherboard schon bald Teil der Erkundungsmission des erdnahen Asteroiden 101955 Bennu sein wird. Na gut, unsere Beteiligung an der Mission besteht hauptsächlich darin, dass unser Name in einer Raumkapsel zum Asteroiden geschickt und dort für etwaig interessierte Aliens zurückgelassen wird, während eine Sonde beladen mit einigen Häufchen Gesteinsproben zur Erde zurückkehrt. Aber mir persönlich ist jede Partizipation an einem Raumfahrtprogramm recht. Und, ja, auch du kannst Teil dieser Mission werden!

Die OSIRIS-REx Mission ist äußerst ambitioniert: Die NASA will ihr Robo-Raumschiff schon 2016 ins All schicken und damit nach einer zweijährigen Reise schließlich auf Bennu landen. 2018 sollen dann die Gesteinsproben von der Oberfläche des Asteroiden entnommen werden und an Bord einer kleinen Sonde schon 2023 auf die Erde zurückkehren. Der Rest des Mutterschiffs wird auf dem Asteroiden zurückbleiben und in den unendlichen Weiten des Universums herumschwirren—zusammen mit Motherboards Namen, den wir um den Chiller-Smiley B-) ergänzt haben, um uns von den unzähligen weiteren mitgereisten Buchstabenfolge für unsere Außerirdischen Leser zu unterscheiden.      

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Bennu ist extrem alt und kohlenstoffhaltig, was den Asteroiden zu einer ergiebigen Wissensquelle zur Entstehung des Universums macht. Obwohl wir noch Jahre auf konkrete Daten warten müssen, könnte ein großer Erfolg der Mission darin bestehen, dass uns die eigesammelten Gesteinsproben verstehen helfen, wie Leben im All entstehen konnte. 

Es gibt aber auch noch ein anderes Ziel: Berechnung haben ergeben, dass es eine geringe Wahrscheinlichkeit gibt, dass Bennu mit der Erde kollidieren könnte. Die Autoren der Studie haben eine Kollisionswahrscheinlichkeit zum Ende des 22 Jahrhunderts von etwa 0,001% diagnostiziert—was, zugegeben, verschwindend gering ist. Da es aber noch viele weitere Asteroiden gibt, die auf Kollisionskurs mit der Erde sind, erhofft sich das Team aus Wissenschaftlern und Ingenieuren, dass die OSIRIS-REx Mission uns dabei helfen kann, die Flugbahnen von Asteroiden in Zukunft besser vorhersagen zu können.

Die Bennu-Namensaktion ist Teil der Messages from Earh Initiative, die von der Planetary Society ins Leben gerufen wurde. Ziel dieser Initiative ist es, gewöhnliche Menschen für die Raumfahrt zu begeistert, indem man ihnen ermöglicht, ihre Namen und Nachrichten ins All zu schicken. Das und die Benennung eines Plutomondes durch eine Crowdsourcing-Kampagne lässt darauf schließen, dass Astrologen es mittlerweile sehr gern sehen, wenn gewöhnliche Menschen sich an der Erforschung des Weltraums beteiligen.

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