SEPALCURE
s/t
Hotflush Recordings
Kreative Entäußerungen dürfen heutzutage nicht mehr nur dem Selbstzweck genügen, sie müssen auch Marktlücken schließen. Sepalcure haben das erkannt und liefern den perfekten Soundhybriden für Leute, die sich nicht entscheiden können, ob sie lieber mit viel Selbstmitleid im Gemüt und der Burial-Diskographie auf dem iPod nachts die Straßen der Stadt abschreiten oder sich lieber zu den deeperen Entwürfen von Detroit- und Chicago-House in irgendeinem Ravekeller Blasen an den Füßen und, der Logik solcher Nächte folgend, ein paar Geschlechtskrankheiten zuziehen sollen. Ab sofort ist beides gleichzeitig möglich. Wenn du also demnächst geistesabwesende Loner durch den Club wandern oder Berghaintunten in deiner Toreinfahrt vögeln siehst, könnte es unter Umständen mit dieser Platte zu tun haben.
Videos by VICE
HANS OLAF SCHENKEL
EXIT_INTERNATIONAL
Black Junk
Undergroove/Indigo
Ziemlich genau so dürfte es klingen, wenn Nick Olivieri nackt in den Proberaum von DFA1979 stürmt und dort eine Borat-artige Schlägerei anzettelt. Hysterischer Punkrock, in dem Gewaltphantasien, Drogenerfahrungen und allgemeiner Menschenhass über ein von zwei verzerrten Bässen gespieltes Drei-Akkord-Gewitter durchdekliniert werden. Falls diese Beschreibung dein Interesse weckt, sei gewarnt, dass eine Google-Suche nach dem Bandnamen dich zunächst direkt auf die ziemlich verstörende Webseite einer Euthanasievereinigung führt, wo du dich den Rest des Tages in einer Mischung aus Ekel und Faszination durch die ausufernde Literatur zum Thema „friedliche Suizidmethoden im Vergleich“ klicken kannst.
DR: HAMMER
THE JAMES CLEAVER QUINTET
That Was Then, This Is Now
Hassle Records/Soulfood
Angeblich regen sich Leute in Diskussionsforen furchtbar darüber auf, dass diese Band in einem Fernsehpot für ein amerikanisches Erfrischungsgetränk geworben hat. Für die Zielgruppe, die JCQ mit ihrem wütenden Blood-Brothers-Gedächtnis-Hardcore bedienen, scheint das ein enormes Problem zu sein. Ich weiß nicht, vielleicht sollten die enttäuschten Fans statt bei Twitter mehr an Straßenecken oder in Skateparks rumhängen, so wie man das früher gemacht hat. Ich für meinen Teil trinke selten Erfrischungsgetränke, habe keinen Fernseher und lese, Gott bewahre, vor allem keine Internet-Diskussionsforen. Aber dafür gefällt mir dieses Debütalbum ausgesprochen gut.
HENRY KEEP ROLLIN’
PULLED APART BY HORSES
Tough Love
Transgressive Records/Cooperative Music
Pulled Apart By Horses machen genau da weiter, wo sie mit ihrem Debüt aufgehört haben. Sie liefern grundsoliden Party-Hardcore ab, der zwar keinerlei neue Ideen enthält, aber irgendwie auch nicht den Eindruck erweckt, als ob er sie nötig hätte. Aggression statt Innovation heißt also die Devise, die im Resultat dann genau jenen Schaum vor dem Mund produziert, den man braucht um sturzbetrunken in einer Moshpit zu überleben.
TOM DEFLORELLO
More
From VICE
-

-

The Apple Watch Ultra 3, because there aren't pics of a rumored, unreleased Ultra 4 yet. – Credit: Apple -

Bruce Willis -

Nickelodeon