Okmalumkoolkat atmet Holy Oxygen

Alle Fotos: Jennifer Hofer

Seit knapp 1,5 Jahren schwebt die zwei Wörter „Holy Oxygen” in Wiener Kreisen bereits herum. Aus dem ursprünglichen Namen für das Projekt ist jetzt letztlich der Titel einer EP geworden. Als ich mit drei Beteiligten Okmalumkoolkat, Cid Rim und The cloniOUs in unserer Büroküche sitze und über Südafrika, Afrikaans und Magic Mushrooms rede, sitzt ein vierter, wichtiger Mensch schweigend in der zweiten Reihe und macht Fotos mit seinem Handy. Gregor Lehrl von Affine Records war es, der den Kontakt zwischen den beiden Soundschraubern aus Wien und dem Rapper aus Johannisburg überhaupt erst einleitete.

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Gregor reist seit ungefähr 10 Jahren regelmäßig nach Südafrika und ist über die dortige Szene sehr gut informiert. Cid Rim und The cloniOUs sind auch seit einigen Zeit immer wieder für Shows in Südafrika. Irgendwann kam dann der Kontakt zu Okmalumkoolkat zustande. Man begann sich ein bisschen gegenseitig abzutasten, bis sich die drei ein halbes Jahr später dann in Johannisburg auch persönlich trafen.

Knapp 1,5 Jahre später erscheint die EP auf dem Wiener Label Affine. Der Weg dahin wurde—eh klar—durch das Internet möglich. Das gemeinsame Arbeiten lief und läuft auf einer Back&Forth-Basis: Man schickt sich Beats hin und her, und immer, wenn man sich wieder mal in Wien oder Südafrika traf, nahm man Sachen auf—auch schon mal in Hotelräumen.

Das Ergebnis ist wirklich groß. Cid Rim und The cloniOUs kennen sich seit Ewigkeiten, und sie waren auch schon mit der Arbeit von Okmalumkoolkat (mit Dirty Parrafin, aber auch seine internationalen Features) bestens vertraut. Dadurch konnten sie auf Holy Oxygen, dem wahnsinnigen Wortgewitter von Okmalumkoolkat, eine mitreißende, passende und vielseitige Basis legen. Der Titeltrack erinnert an die jazzigen Spielerein von Cid Rims Soloprojekt. „Ijusi” ist ein rauchiges, schwebendes Cloud-Rap-Ding, „Allblackblackkat” ein Tanzflächen-Monster, ebenso wie „Fancy Footwork”.

Unsere Fotografin schafft es immer, die zarte Seele von sensiblen Künstler einzufangen.

Okmalumkoolkats Stimme trägt die Tracks. Er rappt in einem rasanten Zwischending aus Zulu, südafrikanischem Englisch, Afrikaans, Swaheli und vielen Slangwörtern aus „K-Town and Jo-Burg“, wie er es selbst nennt. „It’s a sound thing. In Jo-Burg, if it sounds cool, we take it.” Er beschreibt Johannesburg und seine Heimatstadt Durban als Melting Pots der verschiedenen afrikanischen Kulturen. Ihm ist es wichtig, am Ende des Interviews noch ein Shout Out an die Rapcrew Boyzn Bucks (Hier und hier gibt es noch weitere Hörproben von Mitgliedern) zu geben, die ihn seit langem begleitet.

Nach einem kurzen Test-Auftritt bei einem Straßenfest in Wien vor einem Jahr ist die Show beim Popfest der Live-Test für das gemeinsame Projekt. Das sollte man sich nicht entgehen lassen.

Holy Oxygen spielen am Samstag, 26.7., 21:30 Uhr, beim Popfest Wien.

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