Voyeurismus im Exil

„Neue Menschen“ heißt der Fotoband, welcher heute erstmals dem Licht der Öffentlichkeit ausgesetzt wird. Eine Art von Strahlung die den beiden Urhebern dieses leicht voyeuristisch veranlagten Buches in letzter Zeit wohl mehrheitlich verwehrt blieb.

Zumindest lässt der blasse Teint der beiden dies vermuten. Vielleicht ist das aber auch nur genetisch bedingt. Sie haben während  der letzten drei Jahre die Generation „Internet“  fotografisch dokumentiert und binden die hieraus entstandene, sehr eigene und wild gewachsene Art der Selbstdarstellung in ihr eigenes Kunstprojekt mit ein.

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Die Macher Rico Scagliola und Michael Meier sind selbst “neue Menschen”. Sowohl ihr Werk als auch ihre eigene Inszenierung wirken wie die Essenz dessen, was in den letzten paar Jahren in der Jugendkultur so abging. Undefiniertes Verlangen, Drogen, die Schönheit des Abstossenden und generelles „Ich pass hier nicht richtig hin“  sind unter anderen Themen ihrer Arbeiten. Rico Scagliola und Michael Meier verstehen es diese Motive mit einer sehr eigenen Farb-und Bildsprache zu einem schön abgefahrenen Gesamtwerk zu vereinen.

Ein paar neue Menschen könnt ihr bereits hier sehen, oder solltet ihr heute zufällig in Zürich sein (kann ja immer mal passieren) dann schaut heute Abend ab 19 Uhr im Exil vorbei, da präsentieren dann die beiden ihr Buch.

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