Die Rebellen in Libyen arbeiten nicht nur mit einem gekaperten Mobilfunknetz, sondern basteln auch ihre Waffen aus ausrangiertem Militärschrott zusammen.
Wie ihr in diesem Al Jazeera Beitrag sehen könnt, bauen sie sich ihre eigenen Raketenwerfer zusammen, schrauben Flugabwehrgeschütze auf Pick-Ups und bauen die Auslöser dafür aus Lichtschaltern.
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Diese marode Bewaffnung zeigt den Einfallsreichtum und die Entschlossenheit der Libyer, die es aber trotz der Hilfe durch die Luftangriffe der NATO das Regime noch nicht zerstören konnten. Und laut diesem Artikel ist diese ganze post-apokalyptische Waffenidee auch ziemlich gefährlich. Die Mechaniker der Rebellen sind nun nicht unbedingt mit Eigenheiten einer, sagen wir mal 57-Millimeter Rakete vertraut, noch sind sie besonders gut darin mit so einem Gerät zu zielen. Diese Waffen haben bislang nicht wirklich etwas wirksames gegen die Armee-Einheiten Gadaffis ausgerichtet, stattdessen haben sie nur die Zahl der Opfer in der Zivilbevölkerung nach oben geschraubt. Trotzdem lieben die libyschen Rebellen ihre Raketen-Brigaden und so schreibt Chivers: „Mit ihrer Science-Fiction Ästhetik und dem unglaublichen Krach, den die Raketen machen, sobald sie abgefeuert werden, sind sie eher eine moralische Stütze für die Truppen, die kaum etwas über effektive Taktiken wissen, oder darüber, wie moderne Waffen eigentlich überhaupt funktionieren.“
Wenn die europäischen und amerikanischen Truppen Gadaffi wirklich los werden wollen, aber zeitgleich den Rebellen nicht die neuesten Waffen liefern, die sie dafür benötigen, dann sollte vielleicht jemand diesen Typen anheuern. Feuerkraft und Taktik sind nett, aber nichts spricht die Sprache der Gewalt und Verzweiflung so, wie ein selbstgebauter Roboter mit einem Flammenwerfer als Arm.
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