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Die letzten Enthüllungen von Edward Snowden bestätigten, was viele bereits befürchtet haben: Schnüffler der Regierung zapfen weltweit die interne Kommunikation von Google und Yahoo an, was ihnen Zugang zu einem großen Teil aller persönlicher Daten gibt, die im Internet kursieren.
Die NSA, zusammen mit dem britischen Geheimdienst GCHQ, kopiert Millionen von Daten am Tag, inklusive Inhalt (Emails, Nachrichten, Chats) und Metadaten (deine persönlichen Informationen), berichtet die Washington Post. Die Operation mit dem wunderschönen Codenamen Muscular, erweist sich als so ausführlich, dass Motherboard sich berufen fühlt zu fragen, was die NSA eigentlich noch nicht gehackt hat?
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Lass wir einmal das alarmierende Ausmaß, die fragliche Legitimität und die offensichtlichen Verletzungen der Privatsphäre beiseite, und sehen wir uns einmal näher an was die neusten Details uns über die physische, greifbare Infrastruktur des Internets sagen. Wie kriegt man es hin, sich in die grundelgenden Strukturen des Internets zu hacken?
Das Rückrat des Internets besteht aus hunderten von Unterwasser faseroptischen Kabeln, die über tausende von Kilometern durch den Ozean gehen. Die Kabel schießen Informationen über die vernetzte Welt bei Hochgeschwindigkeit, bis zu 19 Terabits die Sekunde – fast in Lichtgeschwindigkeit. Tatsächlich wird hier Licht übermittelt. Faseroptische Kabel funktionieren indem sie elektrische Signale in Lichtwellen konvertieren und am Ende wieder zurück transformieren.
Es ist ganz schön bekloppt, wenn man darüber nachdenkt. Die globale Wirtschaft des 21. Jahrhunderts basiert auf Fiberglassträngen, auf dem Boden des Ozeans, in der Größe eines Gartenhauses. Wir wissen schon seit Jahren, dass diese Kabel gehackt werden können, und, dass diese gefährdet sind – sagen wir mal, ein Schiff lässt einen Anker am falschen Ort runter oder eine Naturkatastrophe zerreißt die Kabel.
Via Submarine Cable Map
Google und Yahoo haben massive Rechenzentren überall auf dem Globus verteilt, die durch jene faseroptische Kabel verbunden sind – viele von denen gehören den Firmen oder wurden privat geleast, um sicherzugehen, dass die Route für den Internetverkehr sicher ist. Jetzt sieht es so aus, dass die NSA sich Vorteile aus den Schwächen der Infrastruktur zieht.
Es wird von D weiter erklärt: „Das fundamentale Problem mit faseroptischen Kabeln beruht auf der Tatsache, dass Lichtwellen über Distanz schwächer werden, das heißt, dass das Signal alle 8 km verstärkt oder „regeneriert“ werden muss. Diese Geräte sind neben den Linien platziert, ob an Land oder im Wasser und liefert natürliche Plätze an denen die Sammelpunkte sein könnten.“
Die veröffentlichten Dokumente gaben nicht preis, wo genau die US die privaten Netzwerke angezapft haben, nur, dass es außerhalb der USA ist, wo es weniger Auflagen gibt – was so viel heißt, dass die NSA sich keine Sorgen darüber machen muss, das Gesetz zu brechen. Die Dokumente deuten allerdings an, dass die Punkte strategisch gewählt wurden, um die Schwächen von Googles Verschlüsselungen auszunutzen.
Der Höhepunkt der Powerpoint Präsentation der NSA ist eine handgemalte Folie von Kreisen, die zeigen, dass das öffentliche Internet Googles private Wolke trifft. Der Treffpunkt ist der beste Punkt für die NSA den Verkehr abzufangen, weil die Verschlüsselung dort „hinzugefügt und entfernt!“ werden, wie die Folie mitteilt.
Da ist immer noch so viel, dass wir nicht über die Muscular Operation wissen, aber wir wissen, wie faseroptische Kabel in der Vergangenheit angezapft wurden. Amerikanische U-Boote wurden für den Zugang und Abhörung der Kabel benutzt, aber es ist viel einfacher die transatlantischen Kabel an dem Punkt anzuzapfen, wo sie an Land kommen. Großbritannien ist Europas größter Knotenpunkt für die Küsten Punkte – diesen Juli offenbarte Snowden, dass Großbritanniens Spionageagentur Nutzer Daten an diesen Punkten aussaugte und mit der NSA teilte.
Laut dem Bericht, der im Guardian veröffentlich wurde, findet die Datenübertragen statt, während das Signal in Lichtform ist. Kleine Geräte, fangen das Licht wie es durch die Kabel geht und kopieren es. Der Prozess ist subtil genug und unterbricht den Datenfluss des Internets nicht. Es gibt kein Zeichen, dass das Kabel angezapft wurde.
Die kopierten Daten werden im Rechenzentrum der NSA verarbeitet, wo es nach 40 000 angeblichen Terrorismus Bezügen analysiert wird. Und jetzt, mit einer Hintertür zu Google und Yahoo, sammelt und kopiert die Agentur mehr Daten, als sie überhaupt weiß, was mit sie mit denen tun soll.
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