Ein weiterer Grund, die Erde zu verlassen!

Unsere Hoffnung, eines Tages einen Felsen in den Tiefen des Weltalls zu kolonisieren, sind gerade deutlich größer geworden.

Möglicherweise.

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Astronomen des HARPS (High Accuray Radical Velocity Planet Searcher) Project in Chile haben grade eine Unmenge an bisher unbekannten fremden Planeten entdeckt. Die Ausbeute schließt 16 „Supererden“ mit ein, also Planeten mit einer größeren Masse als die unserer Erde, die aber trotzdem kleiner sind als Gasgiganten wie der Jupiter.

Einer von ihnen, mit der Bezeichnung HD 85512 b, umkreist seinen Heimatstern innerhalb der so genannten habitablen Zone, das heißt in einer Entfernung bei der unter idealen Bedingungen Wasser in flüssiger Form existieren kann. HD 85512 b bringt es Schätzungen zufolge gerade auf die 3,6-fache Masse als die Erde. Und seine Sonne, mickrige 35 Lichtjahre von unserer entfernt, liegt mehr oder weniger in unserem kosmischen Nebenzimmer.

Diese neuen Entdeckungen werden auf dem Extreme Solar Systems II präsentiert, einem von der NASA gesponserten Symposium, das noch bis Samstag läuft. Francesco Pepe, Teil des Forschungsteams des Observatoriums in Genf, erklärte der BBC: „Diese Planeten sind einige der interessantesten Ziele für zukünftige Weltraumteleskope, um nach Zeichen von Leben in ihrer Atmosphäre zu suchen. Dabei wird nach chemischen Signaturen gesucht, wie etwa Spuren von Sauerstoff.“

Die Analyse von HD 85512 b und der restlichen Planeten des Rekordfundes wird Einsichten liefern in die potentielle Existenz von außerirdischem Wasser auf der Oberfläche von fremden Planeten. In einem Gespräch mit Reportern sagte Lisa Kaltenegger, eine Expertin für exoplanetarische Bewohnbarkeit, sowohl für das Max Planck-Institut für Astronomie, als auch das Havard Smithsonian-Zentrum für Astrophysik, wir seien „am Anfang einer unglaublich aufregenden Zeit. Wir entdecken dort draußen nicht mehr nur neue Kontinente—wir entdecken dort draußen tatsächlich völlig neue Welten.“

Das ist der Gipfel einer bisher schon halsbrecherischen exoplanetarischen Jagd. Nach Angaben des Jet Propulsion Labs der NASA haben Astronomen bisher 564 außerirdische Welten entdeckt—alle wurden bestätigt—und sind gerade fleißig dabei, 1.200 neue mögliche Kandidaten zu untersuchen. Und dann heißt es bald Tschüss.

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