YOU ARE STANLEY, AREN’T YOU?

Eigentlich hatte ich Frank Turners erste Solowerke nur angehört, um ihn fallen zu sehen. Der Name war mir seit seinen Anfängen in der UK HC Szene ein Begriff. Leider ging das gründlich schief – sogar das (in Franks Selbsteinschätzung) überaus „pretentious” Konzeptalbum seiner ersten Band Kneejerk, macht sich hervorragend in deiner iPodListe, wenn du mit deiner musikalischen Bandbreite glänzen willst. Nicht umsonst gehört Frank Turner zu den Lieblingen der englischen Indie-Musikszene.

Inzwischen scheint Franks Kalender gefüllt mit zu sein mit—wer hätte es gedacht—Songwriting, Promotion, endlosen Touren—kurz, dem üblichen Rockstar Leben inklusive der Geschichten von unvergesslichen Nächten, die angeblich so wild waren, dass er und sein Tourmanager morgens in fremden leeren Wohnungen aufwachten und sich an keinen der Typen der auf dem Kaminsims platzierten Photos erinnern konnten. 

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Vielleicht gehören die aber auch in dieselbe Kategorie wie seine angeblichen Gespräche mit Hirschkäfern namens Stanley und den Schmerz von ihnen verlassen zu werden. Gut, dass er die meiste Zeit singt und nicht redet. 

Von Letzterem könnt ihr euch bald selbst überzeugen – im September erscheint bei Epitaph/Xtra Mile Frank Turners drittes Studio Album Poetry of the Deed und natürlich wird ausgiebig getourt. 

01.10.2009 Hannover – Bei Chez Heinz 

02.12.2009 Köln – Luxor 

10.12.2009 Hamburg – Molotow 

11.12.2009 Berlin – Magnet 

12.12.2009 München – 59 to 1

 
 

NADINE SÖLL

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